Keine Profite mit unserer Energie - E.ON vergesellschaften!
Von 'Wir Zahlen Nicht'
Wir zahlen nicht, wir streiken!
Am Mittwoch, dem 17. Mai hat die Initiative Wir Zahlen Nicht anlässlich der Jahreshauptversammlung des Energiekonzerns E.on in mehreren deutschen Städten gegen die hohen Strompreise und gleichzeitige Profitausweitungen der Energiekonzerne protestiert.
"Während bei der Jahreshauptversammlung von E.on Dividenden in Höhe von 2,7 Milliarden Euro an die Aktionär*innen ausgezahlt werden wurde uns im Winter auf unsere Stromrechnung draufgeschlagen. Während wir nicht heizen konnten, an allen Ecken sparen müssen, maximieren die Stromkonzerne ihre Profite", kritisiert Marie Bach von der Initiative Wir Zahlen Nicht.
"E.on konnte seine Gewinne im letzten Jahr auf 8 Milliarden Euro steigern. Das sind mehrere hunderte Millionen Euro mehr als sich der Konzern in seinen kühnsten Träumen erhoffte - dabei haben sie die Strompreise ja selbst erhöht" ergänzt Lena Deich, ebenfalls von der Initiative Wir Zahlen Nicht. "Wir konnten uns in den letzten Monate immer weniger leisten, wurden dazu aufgefordert weniger zu duschen und zu heizen, während die Energiekonzerne enorme Gewinne machten."
Lena Deich betont zudem die anhaltende Belastung durch die Preissteigerungen, die nichts in ihrer Intensität oder Aktualität verloren haben: "Die enormen Preissteigerungen die uns neben Lebensmitteln besondern auch beim Strompreis begegnen sind ja nicht vorbei, oder wieder deutlich gesunken. Im Gegenteil: mit Verweis auf den Ukraine Krieg und die gestiegenen Börsenpreise für Strom hat E.on die Strompreise für die Verbraucher*innen nun noch einmal erhöht: 45% mehr sollen die Stromkunden in NRW ab Juni zahlen."
"Auch im Rest des Landes halten Stromkonzerne wie E.on die Preise hoch, obwohl sie aktuell an der Börse aufgrund sinkender Preise wieder günstigeren Strom einkaufen - sie weiten ihre Profite weiter aus. Auch das Bundeskartellamt ermittelt inzwischen wegen der hohen Preise gegen die Energiekonzerne." ergänzt Marie Bach und fordert, "E.on und Co. müssen vergesellschaftet werden, wir können uns weder ihre Profite, noch ihre klimaschädliche, umweltzerstörende Stromerzeugung leisten. Wir wollen selbst entscheiden, wie wir Strom produzieren und zu welchem Preis. Es bleibt dabei: Wir zahlen nicht, wir streiken."
Dafür protestiert die Initiative am 17.05.2023 in mehreren deutschen Städten, darunter Jena, Kiel und Berlin.