Werbung ausgetauscht - Aktivisten fordern Verbot von Flugwerbung
Von Scientist Rebellion
Mitglieder von Scientist Rebellion und anderen anonymen Klimagruppen aus Berlin, Stuttgart und Köln tauschten Werbung an öffentlichen Orten aus und fordern die Städte auf, Werbung für klimaschädlichen Flugverkehr nicht länger zu unterstützen. In Berlin tauchten an Orten wie dem Flughafen BER ebenso wie vor dem Bundestag und dem Hauptbahnhof Plakate auf, auf denen zu lesen war: "Keine Werbung für Klimakiller" und "Stoppt Werbung für Bullshit-Flüge". In Köln waren die neuen Plakate vor der Universität und dem Dom zu sehen.
Mehr als 30 Gruppen in Frankreich, Portugal, Großbritannien, Deutschland, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz nahmen an der von Stay Grounded und Badvertising koordinierten Aktionswoche gegen Werbung, Sponsoring und Greenwashing der Flugindustrie teil.
Hannah Lawrence von Stay Grounded sagt: "Die Luftfahrtindustrie versucht uns mittels Werbung vorzugaukeln, dass Fliegen klimafreundlich sein kann. Das einzige klimafreundliche Flugzeug ist jenes, welches am Boden bleibt. Wir brauchen dringend ein Werbeverbot für Fluggesellschaften und Maßnahmen, um die Zahl der Flüge gerecht zu reduzieren."
"Flugemissionen gehören zu den Luxusemissionen. Die Ärmsten dieser Welt, und das sind zahlenmäßig die meisten Menschen, haben noch nie einen Fuß in ein Flugzeug gesetzt, leiden aber unter den Folgen der Klimakatastrophe am meisten." ergänzt Vera Huwe, die an der Universität Duisburg-Essen zum Flugverkehr forscht.
Der Druck auf die Behörden und die Regierung, fossile Werbung zu verbieten, wächst und zeigt erste Erfolge. Zum Beispiel kündigte im März 2024 der Stadtrat von Sheffield (UK) an, dass Werbung von Fluggesellschaften und Flughäfen auf städtischen Plakatwänden nicht mehr erlaubt sein wird.
Die Forderungen kommen außerdem zu einer Zeit, in der Fluggesellschaften wegen Greenwashing zunehmend mit rechtlichen Konsequenzen konfrontiert werden. Die britische Advertising Standards Authority (ASA) hat vor kurzem Werbespots von Lufthansa, Air France und Etihad Airways wegen irreführender Aussagen in Bezug auf die Umweltbelastungen des Fliegens untersagt. Ein niederländisches Gericht entschied, dass KLM seine Kunden durch die Behauptung, dass die verwendeten Kraftstoffe nachhaltig seien, in die Irre geführt habe. Und im April untersagte ein Gericht der deutschen Fluggesellschaft Eurowings, Flüge als CO2-neutral zu bewerben.itglieder von Scientist Rebellion und anderen anonymen Klimagruppen aus Berlin, Stuttgart und Köln tauschten Werbung an öffentlichen Orten aus und fordern die Städte auf, Werbung für klimaschädlichen Flugverkehr nicht länger zu unterstützen. In Berlin tauchten an Orten wie dem Flughafen BER ebenso wie vor dem Bundestag und dem Hauptbahnhof Plakate auf, auf denen zu lesen war: "Keine Werbung für Klimakiller" und "Stoppt Werbung für Bullshit-Flüge". In Köln waren die neuen Plakate vor der Universität und dem Dom zu sehen.
Mehr als 30 Gruppen in Frankreich, Portugal, Großbritannien, Deutschland, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz nahmen an der von Stay Grounded und Badvertising koordinierten Aktionswoche gegen Werbung, Sponsoring und Greenwashing der Flugindustrie teil.
Hannah Lawrence von Stay Grounded sagt: "Die Luftfahrtindustrie versucht uns mittels Werbung vorzugaukeln, dass Fliegen klimafreundlich sein kann. Das einzige klimafreundliche Flugzeug ist jenes, welches am Boden bleibt. Wir brauchen dringend ein Werbeverbot für Fluggesellschaften und Maßnahmen, um die Zahl der Flüge gerecht zu reduzieren."
"Flugemissionen gehören zu den Luxusemissionen. Die Ärmsten dieser Welt, und das sind zahlenmäßig die meisten Menschen, haben noch nie einen Fuß in ein Flugzeug gesetzt, leiden aber unter den Folgen der Klimakatastrophe am meisten." ergänzt Vera Huwe, die an der Universität Duisburg-Essen zum Flugverkehr forscht.
Der Druck auf die Behörden und die Regierung, fossile Werbung zu verbieten, wächst und zeigt erste Erfolge. Zum Beispiel kündigte im März 2024 der Stadtrat von Sheffield (UK) an, dass Werbung von Fluggesellschaften und Flughäfen auf städtischen Plakatwänden nicht mehr erlaubt sein wird.
Die Forderungen kommen außerdem zu einer Zeit, in der Fluggesellschaften wegen Greenwashing zunehmend mit rechtlichen Konsequenzen konfrontiert werden. Die britische Advertising Standards Authority (ASA) hat vor kurzem Werbespots von Lufthansa, Air France und Etihad Airways wegen irreführender Aussagen in Bezug auf die Umweltbelastungen des Fliegens untersagt. Ein niederländisches Gericht entschied, dass KLM seine Kunden durch die Behauptung, dass die verwendeten Kraftstoffe nachhaltig seien, in die Irre geführt habe. Und im April untersagte ein Gericht der deutschen Fluggesellschaft Eurowings, Flüge als CO2-neutral zu bewerben.
Hintergrund
Die Internationale Aktionswoche gegen Airline-Werbung, Sponsoring und Greenwashing fand vom 15. bis 22. April 2024 statt. Sie wird von Stay Grounded und Badvertising koordiniert.
Stay Grounded ist ein Netzwerk von 215 Mitgliedsinitiativen auf der ganzen Welt, darunter Bürgerinitiativen in der Umgebung von Flughäfen, Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften. Das Netzwerk setzt sich für eine faire Reduzierung des Luftverkehrs und für ein gerechtes Mobilitätssystem ein, das für alle funktioniert, jetzt und in Zukunft. www.stay-grounded.org
Badvertising ist ein Projekt des New Weather Institute und der Klima-NGO Possible. Badvertising zielt darauf ab, die Werbung zu stoppen, die den Klimanotstand anheizt. Badvertising fordert ein Werbeverbot für Autos, Fluggesellschaften und fossile Energiekonzerne nach dem Vorbild des Werbeverbots für Tabakprodukte. www.badverts.org
Scientist Rebellion ist eine internationale Bewegung von Wissenschaftler*innen und Akademiker*innen aus mehr als 32 Ländern. Sie eint die Feststellung, dass Forschung, Veröffentlichungen, Vorträge und Politikberatung nicht ausreichen, um ihre Erkenntnisse in Politik und Gesellschaft hineinzutragen. Deshalb greifen sie zu friedlichen Mitteln des Zivilen Ungehorsams und Widerstands. Der Climate Emergency Fund unterstützt die Mobilisierung, das Training, den Strukturaufbau und die Aufklärungsarbeit von Scientist Rebellion.
Webseite: https://scientistrebellion.de/
X (früher Twitter): twitter.com/SciReb_Germany