Vogel mit steiler Frisur jetzt ein Jahr im Fokus der Öffentlichkeit
Von NABU Thüringen
Kiebitz wird zum Vogel des Jahres 2024 gewählt – Der NABU Thüringen schildert die Situation des Kiebitzes im Freistaat
Jena – Der Kiebitz ist bei der öffentlichen Wahl des NABU zum Vogel des Jahres 2024 gewählt worden. „In Thüringen ist der Vogel mit der steilen Frisur vom Aussterben bedroht. Jetzt steht er ein ganzes Jahr im Fokus der Öffentlichkeit und der NABU kann auf seine Gefährdung aufmerksam machen“, sagt Klaus Lieder Vogelexperte des NABU Thüringen. „Noch vor zweihundert Jahren war der Kiebitz in Thüringen eine häufige Brutvogelart. Selbst Ende der 1970er lag der Bestand noch zwischen 1.100 und 1.350 Brutpaaren. Seitdem geht der Bestand jedoch kontinuierlich zurück und liegt nur noch zwischen 100 bis 150 Brutpaaren.“ Er ist aus vielen Agrarlandschaften verschwunden. Vor allem die Entwässerung und der Verlust von Feuchtwiesen machen der Art schwer zu schaffen. Durch frühe Mahd und schnell wachsende Kulturen sind Äcker und Wiesen weitgehend als Bruthabitat ungeeignet. Laut Atlas der Brutvögel Thüringens liegen die Schwerpunktvorkommen von Kiebitzen derzeit im Grabfeld, in der Werraaue, in den Auen von Unstrut, Gera und Helme, sowie im Altenburger Land.