Tschernobyl-Mahnwache an der UAA Gronau
Von BBU
Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE e.V. unterstützt den BBU
Mit einer Mahnwache wurde am Sonntag (5. Mai 2024) an der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau (NRW) an den 38. Jahrestag der Atomkatastrophe in Tschernobyl erinnert (Ukraine, 26. April 1986). Mit der Mahnwache wurde zudem die Forderung nach Stilllegung der Uranfabriken in Gronau, Lingen und Almelo (NL) unterstrichen. An der Aktion nahm auch die Bundestagsabgeordnete Kathrin Vogler (Die Linke) teil, die im Rahmen der Mahnwache einen symbolischen Scheck für den Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) überreichte.
Die höchst umstrittene Gronauer Urananreicherungsanlage wird vom Urenco-Konzern betrieben, an dem auch RWE und E.ON beteiligt sind. Gegen den Weiterbetrieb der Urananreicherungsanlage fanden und finden immer wieder Protestaktionen statt, an denen auch schon mehrfach Kathrin Vogler teilgenommen hat. Viele der Protestaktionen wurden vom BBU mit organisiert, dem auch der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau angehört.
Der "Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE e.V." hat dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) eine Spende in Höhe von 500,00 Euro zugesprochen. Hierzu erfolgte jetzt die symbolische Scheckübergabe durch die regional zuständige Bundestagsabgeordnete Kathrin Vogler. Das Engagement des BBU gegen die Uranindustrie wurde dabei von Kathrin Vogler mit einer kurzen Rede bei der Mahnwache im Namen des "Vereins der Bundestagsfraktion DIE LINKE e.V." gewürdigt. Der Verein fördert Veranstaltungen, Projekte und Ausstellungen politischer und kultureller Art. Er ist ein Zusammenschluss von aktiven und ehemaligen Bundestagsabgeordneten und ihren Mitarbeiterinnen der Linken. Kathrin Vogler überreichte vor dem Haupttor der Urananreicherungsanlage den symbolischen Scheck an das Gronauer BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.
Bei der Mahnwache besprach Kathrin Vogler mit örtlichen AtomkraftgegnerInnen die vielfältigen Gefahren der Urananreicherungsanlage. Ungeschützt liegen dort auf dem Anlagengelände volle Container mit Uranmüll. Weder die Urananreicherungsanlage noch das Uranmüll-Freilager sind gegen Drohnenangriffe oder sonstige militärische Angriffe gesichert.
Kathrin Vogler ist selber privat Mitglied im BBU und wird weiterhin Proteste der Anti-Atomkraft-Bewegung unterstützen. Im Dreiländereck von NRW, Niedersachsen und Niederlande wird der Protest dabei gegen alle Atomanlagen im engen Zusammenhang gesehen. Mit gleich drei Uranfabriken in Gronau, Lingen und Almelo und mit dem Atommüll-Lager in Ahaus gibt es hier ein enormes Gefahrenpotential, das die Bevölkerung grenzüberschreitend betrifft. Von neuen Atomkraftwerken, die in den Niederlanden geplant werden, würden weitere Gefahren ausgehen. Somit gibt es noch viel Arbeit für die Anti-Atomkraft-Bewegung und die Spende an den BBU ist sehr willkommen.