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Absurde Tierversuche in Köln

Von Ärzte gegen Tierversuche

Ärzte gegen Tierversuche klärt über sinnvolle Forschung auf

Anlässlich zum „Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche“ (24. April) hatte die AG Köln der Ärzte gegen Tierversuche am letzten Samstag an einem weltweiten Aktionstag teilgenommen und die Passanten am Wallrafplatz über Tierversuche in Köln und sinnvolle, tierversuchsfreie und humanbasierte, Forschungsmethoden aufgeklärt.

„Tierversuche finden in Köln an der Universität zu Köln, am Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns und CECAD statt“, so die Koordinatorin der AG Anja Yuva, „zudem haben wir die Taconic Bioscience GmbH in Leverkusen in der Nähe, dort werden Mäuse für Tierversuche gezüchtet. Nicht zu vergessen, Bayer in Monheim am Rhein, die ebenfalls Tierversuche machen.“

Der Verein Ärzte gegen Tierversuche e.V., mit Sitz in Köln-Porz, setzt sich für eine sinnvolle, tierversuchsfreie und humanbasierte, Forschung ein.

„Tierversuche halten den medizinischen Fortschritt auf, da kein Tierversuchsergebnis prospektiv auf Menschen übertragen werden kann“, berichtete Nadine Kellner, Ehrenamtskoordinatorin des Vereins.

„Wir könnten auch eine Münze werfen, liegt diese auch einmal retrospektiv richtig, ist sie dennoch keine geeignete Testmethode. Und wie oft liegt der Tierversuch falsch negativ, womit uns Behandlungsmethoden und Heilungschancen vorenthalten werden, wir wissen es nicht! 
Jede Spezies kann anders reagieren. Zudem werden die Tiere in den Tierversuchslaboren in einer künstlichen Umgebung gehalten und ihnen werden künstlich Krankheiten herbeigeführt. Tiere sind rein biomedizinisch wissenschaftlich keine geeignete Testmethode für den Menschen. In Köln zeigt sich zudem sehr gut die Absurdität von Tierversuchen.“

Ein Beispiel, das die Vereinsmitglieder am Samstag vorstellten, war ein Tierversuch aus dem CECAD. Um zu analysieren, ob hungrige Mäuse lieber essen oder Sex haben würden, haben Wissenschaftler der Universität zu Köln einige Mäuse unter akutem (einen Tag) oder chronischem (fünf Tage) Hunger gehalten. Außerdem wurden ihnen Elektroden ins Gehirn implantiert, um ihre Gehirnaktivität zu untersuchen. Als die Wissenschaftler Neuronen künstlich mit einem appetithemmenden Hormon stimulierten, beobachteten sie, dass sich akut hungrige Mäuse danach lieber paaren, wohingegen chronisch, also extrem hungrige Mäuse lieber fressen. (https://www.cecad.uni-koeln.de/de/outreach/news/artikel/leptin-laesst-hungrige-maeuse-sex-dem-essen-vorziehen/)

„Die Wissenschaftler bringen die Ergebnisse dieser fragwürdigen Tierversuche in Zusammenhang mit komplexen gesellschaftlichen Problemen wie Fettleibigkeit und den Gründen, warum Diäten oft scheitern,“ so Nadine Kellner. „Tierversuchsfreie und humanbasierte Forschungsmethoden liefern dahingehend nicht nur humanrelevante Ergebnisse, sondern ermöglichen eine Personalisierte Medizin. Unser Verein listet diese sinnvollen Forschungsmethoden in einer weltweit einzigartigen Datenbank (www.nat-database.de).“