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38 Jahre Tschernobyl

Von BBU

Aktionen in verschiedenen Städten: Den begonnenen Atomausstieg konsequent fortsetzen! 

38 Jahre nach dem Beginn der Katastrophe im Atomkraftwerk Tschernobyl (26.4.2024) fordert der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) die konsequente Fortsetzung des bisher unvollständigen Atomausstiegs in der Bundesrepublik. International spricht sich der BBU gegen den Bau neuer Atomkraftwerke und für die Stilllegung noch laufender AKW und sonstiger Atomfabrikenaus. 

Auch in diesem Jahr wird rund um den diesjährigen Tschernobyl-Jahrestag in vielen Städten an die Atomkatastrophe in Tschernobyl erinnert und vor dem Weiterbetrieb von AKW und Atomfabriken gewarnt. Mahnwachen finden zum Beispiel in den Orten mit Uranfabriken (Gronau und Lingen) statt, aber auch beim stillgelegten AKW Neckarwestheim wird protestiert. 

„Die Bundesregierung muss sich mit Nachdruck für die Stilllegung der Uranfabriken in Gronau und Lingen einsetzen. Gerade die Grüne Bundesumweltministerin Steffi Lemke ist mit den Ländern NRW und Niedersachsen in der Pflicht, die Uranverarbeitung für AKW in aller Welt in Gronau und Lingen zu stoppen“, fordert BBU-Vorstandsmitglied Udo 
Buchholz. Außerdem, so Buchholz, muss sich die Bundesregierung mit Nachdruck für die Stilllegung der Atomkraftwerke in anderen Staaten sowie gegen AKW-Neubaupläne, zum Beispiel in den Niederlanden, einsetzen. „Die Stilllegung der drei letzten AKW in der Bundesrepublik vor einem Jahr war zum Schutz der Bevölkerung richtig und wichtig, doch noch immer wird die Bevölkerung von Atomanlagen im In- und Ausland bedroht. Das muss unterbunden werden“, so Buchholz. 

Der BBU betont, dass die Atom-Katastrophe in Tschernobyl und ihre dauerhaften Folgen nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Außerdem weist der BBU darauf hin, dass die so genannte zivile Nutzung der Atomenergie faktisch im engen Zusammenhang mit der militärischen Nutzung der Atomenergie zu sehen ist.“ 

Gegen die weitere Nutzung der Atomenergie spricht für den BBU auch die ungelöste Atommüll-Entsorgung. Und so vertritt der BBU folgende Auffassung:  „Wer nicht sagen kann, wo die vorhandenen Atommüllberge sicher für tausende Jahre bleiben sollen, darf keinen weiteren Atommüll produzieren.“ Weiterhin ist der BBU der Meinung, dass mit 
Atomkraftwerken nicht gegen den Klimawandel vorgegangen werden kann. 

Mit ihren Aktionen richtet sich die Anti-Atomkraft-Bewegung auch gegen hochgefährliche Atomtransporte und auch gegen den Uranabbau, der z. B. in Kanada oder Australien die Basis für den Betrieb von Atomanlagen darstellt. 

Hier eine Auswahl aktueller Aktionstermine: 

26. April 2024: Neckarwestheim, Protestaktion beim stillgelegten Atomkraftwerk, 20 Uhr 

26.April 2024: Lingen, Mahnwache vor dem Alten Rathaus am Marktpatz gegen den Weiterbetrieb der Brennelementefabrik, 18.00 Uhr 

5. Mai 2024: Gronau, Mahnwache vor der Urananreicherungsanlage, 13.30 Uhr 

Informationen zu diesen und weiteren Aktionsterminen findet man unter 
https://www.bbu-online.de/Termine/Termine.htm

Weitere Informationen: 

https://www.bbu-online.de 

https://www.ippnw.de/atomenergie.html 

https://www.laka.org