Die „Soziale Marktwirtschaft“ ist parasitärer und faulender Kapitalismus
Bereitgestellt von Reinhold Schramm
Im ungeschminkten Wortlaut:
Lenin hat den parasitären und faulenden Charakter des Imperialismus als eine wichtige historische Besonderheit dieses höchsten und letzten Entwicklungsstadiums des Kapitalismus aufgedeckt. Als wichtigste Erscheinungsform hob Lenin dabei hervor: „Dass der Imperialismus parasitärer oder faulender Kapitalismus ist, zeigt sich vor allem in der Tendenz zur Fäulnis, die jedes Monopol auszeichnet, wenn Privateigentum an den Produktionsmitteln besteht ... Zweitens zeigt sich der Fäulnisprozess des Kapitalismus in der Entstehung einer gewaltigen Schicht von Rentiers, Kapitalisten, die vom ,Kuponschneiden’ leben ... Drittens ist Kapitalexport Parasitismus ins Quadrat erhoben. Viertens ,will das Finanzkapital nicht Freiheit, sondern Herrschaft’. Politische Reaktion auf der ganzen Linie ist eine Eigenschaft des Imperialismus. Korruption, Bestechung im Riesenausmaß ... Fünftens verwandelt die Ausbeutung der unterdrückten Nationen, die untrennbar mit Annexionen verbunden ist, ... die ,zivilisierte’ Welt immer mehr in einen Schmarotzer am Körper der nichtzivilisierten Völker ...“ [1]
Fäulnis und Parasitismus des Kapitalismus sind also die unmittelbare Folge des Übergangs vom Kapitalismus der freien Konkurrenz zum monopolistischen Kapitalismus. Mit der Entstehung von Monopolen erreichte die Vergesellschaftung der Produktion einen solchen Stand, „dass privatwirtschaftliche und Privateigentumsverhältnisse eine Hülle darstellen, die dem Inhalt bereits nicht mehr entspricht und die daher unvermeidlich in Fäulnis übergehen muss“[2].
Die Finanzoligarchie, die nur ein Ziel kennt, das Maximum an Monopolprofit aus den Völkern zu pressen, erweist sich als Parasit am Organismus der Gesellschaft. In ihren Händen konzentriert sich eine immer größere ökonomische und politische Macht über die von ihnen beherrschten Völker. Diese kleine Schicht der Finanzoligarchie eignet sich dem Löwenanteil des Reichtums der gesamten Gesellschaft an, verbreitet Leid, Elend und soziale Unsicherheit über die Menschheit.
Immer deutlicher zeigt sich, „dass der Imperialismus als Gesellschaftssystem das Haupthindernis auf dem Weg der historisch unausbleiblichen Bewegung der Menschheit zum Triumph von Freiheit, Frieden und Demokratie war und bleibt.
Die Völker legen dem Imperialismus eine unerbittliche Rechnung vor. Durch seine Schuld bleiben grundlegende Probleme, die akut vor der Menschheit stehen und die sich schon heute erfolgreich lösen ließen, ungelöst.“[3]
[Modifikation, vgl. Quelle]
Anmerkungen
1 W. I. Lenin. Der Imperialismus und die Spaltung des Sozialismus. In: Werke, Bd. 23, S. 103/104.
2 W. I. Lenin: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus. In: Werke, Bd. 22, S. 308.
3 Rede von Leonid Iljitsch Breshnew. In: Internationale Beratung der [historischen] kommunistischen und Arbeiterparteien, Moskau 1969, S. 176.
Quelle: Politisches Grundwissen. Dietz Verlag Berlin 1972. // Vgl. Kapitel V: Der Imperialismus – das höchste und letzte Stadium des Kapitalismus. 3. Der Imperialismus ist parasitärer und faulender Kapitalismus.
02.05.2015, Reinhold Schramm (Bereitstellung)