Die Politisierung des Bürgers, 4. Teil: Theorie der Gefühle
Einleitung von Franz Witsch
Voraussichtlich Juli/August 2013 im Buchhandel
Nach sechs Jahren Arbeit am Projekt Die Politisierung des Bürgers wird vielleicht deutlicher, was es heißt, den Begriff Struktur in einem sozial-ökonomischen Kontext zu verwenden. Einfach ist das nicht. Ein Begriff verwenden und verstehen sind zweierlei (DP2-E2.1), zumal wenn er wie der Strukturbegriff so ungemein vielschichtig verwendbar ist: in unserer derzeitigen Gesellschaftsformation führt er ganz generell die Begriffe Gesellschaft, soziale Struktur und Subjekt unter der begrifflichen Hoheit eines die Kapitalverwertung regulierenden politischen Systems zusammen. Seine Repräsentanten fühlen sich den Regeln der Kapitalverwertung auf der Basis des Mehrwerts verpflichtet, noch ohne dass sie den Begriff der Kapitalverwertung zureichend begreifen.(DP2-1) Für sie ist Kapitalverwertung nur Geldvermehrung, ohne sich differenzierter um das zu bekümmern, was zuvor dafür in der Produktion passiert mit welchen Auswirkungen auf soziale Strukturen. Um so hartnäckiger können sie sich jenen Regeln der Kapitalverwertung verpflichtet fühlen, koste es, was es wolle: bis wieder einmal, wie im ersten und zweiten Weltkrieg idealtypisch exekutiert, gewaltsame Lösungen zu befürchten sind – moralisch begründet: gegen den Terrorismus, versteht sich, bevor sich die sozialen und politischen Konflikte ausschließlich als durch den Mehrwertzwang, mithin ökonomisch verursacht zu erkennen geben können. Die meisten Bürger glauben – rechtspopulistisch orientiert – die heutige Wirtschafts- und Finanzkrise in der Tat moralisch verursacht, sei es durch faule Griechen, weil sie auf Kosten fleißiger Deutscher über ihre Verhältnisse leben wollen.(DP2,11f) Jedenfalls verdichten sich die Zeichen, dass jene Repräsentanten des politischen und ökonomischen Systems es einmal mehr bewusst darauf ankommen lassen, dass die ökonomisch verursachten sozialen Konflikte am Ende in pure Gewalt münden – wie schon einmal vor dem zweiten Weltkrieg.(JEK-TLI;GEU-EZB)
Aber auch unter der moralisch motivierten Definitionshoheit eines möglichen nachkapitalistischen Wirtschaftssystem (DP2-E3) sind die Begriffe Gesellschaft, soziale Struktur und Subjekt sinnvoll nur gemeinsam verwendbar. So kann von den Gefühlen des Subjekts, seinem Innenleben, sinnvoll nur im Kontext sozialer Strukturen gesprochen werden (WIF-SUL), in die das Subjekt emotional involviert ist: es ist denk- und analysierbar im Kontext jener Strukturen, in die es seine Gefühle projiziert; durch seine Fähigkeit zu lieben; das geht zuweilen schief (DP3,9f): Gefühle – v.a. negative – zu verhandeln bedeutet, das zu verhandeln, worauf sie extern verweisen: soziale Strukturen; nur in diesem Sinne kommt Gefühlen strukturbildende Gestaltungskraft zu.(1) Wie gesagt, sofern die Teilnehmer in der Lage sind, negative Gefühle zu verhandeln. Soziale Strukturen sind allerdings gehalten, sich in Abhängigkeit zu einem übergeordneten, resp. überfamiliären sozialen Kontext zu entwickeln; dieser ist in Gestalt eines Allgemeininteresses in jene sozialen Strukturen mit ihren je besonderen Interessen als etwas, das ihnen fremd, eingelassen.(DP2,11,21-33) Gefühle sind auf diese Weise strukturell, mithin systematisch defizitär (DP3-1.7.2), in den sozialen Kontext eingelassen. Für sich allein genommen, ohne Gefühlsschwankungen, die sprachgestützt in zu verhandelnde Gegenstände projiziert werden können, sind Gefühle und mit ihnen, das Subjekt, nicht existent.(DPB,KT)
Etwas anders formuliert (DPB,12) ist der Subjektbegriff sinnvoll nur als Abstraktion verwendbar. Das Subjekt eine Abstraktion? In der Tat: in jedem Augenblick seiner Existenz schleppt es im Schweiße seines Angesichts, wie das AT so schön sagt, den gesellschaftlichen Kontext in sich und mit sich herum. (4.1) Das, was für Kant die Stimme der inneren Vernunft (KI) war, ist heute der gesellschaftliche Kontext im Sinne einer das Subjekt sozialisierenden Entität. Diese darf nicht nur als Konkretikon: wie eine soziale oder familiäre Struktur, beschrieben werden, so als sei die Gesamtheit aller sozialen Strukturen, die Gesellschaft, eine große Familie.(WIF-SUL) So sieht es die soziale Theorie – uneingestanden: ihre Repräsentanten glauben durchaus nicht, dass die Gesellschaft eine große Familie sei, freilich ohne einen Gedanken darauf zu verschwenden, dass ein sozialverträglicher gesellschaftliche Kontext heute ein Allgemeininteresse repräsentieren muss, das seine Teilnehmer in erster Linie nicht über körperlich beschreibbare Eigenschaften, sondern definitiv – rein gedanklich – verbindet, wiewohl die soziale Theorie immer wieder – dem Rechtspopulismus in die Hände spielend – versucht ist, Verbindungen über körperlich beschreibbare Eigenschaften wie Volk, Rasse, Kultur, etc. zu begründen. Das wird sozialverträglich nicht möglich sein, zumal ein ganz anderes, nämlich ökonomisch motiviertes Allgemeininteresse sein Unwesen in den sozialen Strukturen treibt (4.2), diese in ihre Einzelteile zerlegt, das Subjekt atomisierend, so dass ein moralisch motiviertes Allgemeininteresse ohnehin keine Chance hat, sich auf Dauer durchzusetzen. Die wenigsten sehen, dass in letzter Instanz sich soziale Strukturen mit ihren je besonderen Interessen definitiv – rein gedanklich – bemessen lassen müssen an einem Allgemeininteresse, das, moralisch motiviert, jenen moralisch motivierten besonderen Interessen übergeordnet ist, wiewohl Strukturrepräsentanten sich gewöhnlich dazu hinreißen lassen, ihr jeweils singuläres Interesse, etwa das einer politischen Partei, in eins zu setzen mit dem Allgemeininteresse – zum Leidwesen des Bürgers, der auf diese Weise ausgegrenzt wird, ohne zu begreifen aufgrund welcher tieferen Ursachen; er begreift nicht, dass ein Allgemeininteresse nicht mehr ethisch, z.B. christlich oder muslimisch, motiviert sein kann; auch kann es nicht mehr überzeugend aus einem historisch oder biologisch begreifbaren Ursprung heraus begründet werden, so in der Art: im Anfang war die Norm.(3.0;3.1) Oder etwas einfacher gestrickt: wir alle sind humanistisch geprägt und sitzen alle in einem Boot. Von wegen! Deshalb müssen wir wollen, dass es ein alle Subjekte verbindendes Allgemeininteresse in Gestalt von Grundrechten gibt, die auch für den Straftäter einklagbar gelten müssen.(DPB,14f,26-31;WIF-SUL) Nur so ist gewährleistet, dass das Allgemeininteresse, wiewohl abstrakt das Ganze repräsentierend, zugleich auf einen Gegenstand zeigt, der unabhängig von jeglicher ethischen oder religiösen Zugehörigkeit, sozusagen vollkommen areligiös, für ein beliebiges Subjekt von konkret-praktischer Bedeutung ist; dafür muss das Allgemeininteresse einklagbar sein; andernfalls existierte es nur in der Vorstellung; bzw. es zeigte für das Subjekt nur deshalb auf einen Gegenstand, weil es, der deutschen Sprache mächtig, das Wort Allgemeininteresse versteht.(DP2-2.1) Das Wort existierte zwar in der Vorstellung, ohne dass diese sich allerdings motiviert fühlte, sich an etwas bemessen zu lassen, das außerhalb der Vorstellung angesiedelt ist – wie gesagt: in letzter Instanz in Gestalt unmittelbar einklagbarer Grundrechte. Gelten sie nicht absolut, können sie nicht als Maß für alle soziale Strukturen: jedes beliebige Subjekt, gelten; absolut bedeutet, sie sind nur tautologisch begründbar: sie gelten, weil (wir wollen, dass) sie gelten.(DP3,132) Wiewohl die Notwendigkeit ihrer Existenz begründbar ist. Man könnte sagen, sie existieren definitiv, rein gedanklich, logisch, leerbegrifflich, wiewohl sie – weil einklagbar – dennoch auf einen Gegenstand zeigen, eingelassen sind in soziale Strukturen mit ihren je besonderen Interessen, damit diese sich an etwas bemessen, das, weil absolut gültig, sich nicht ändert, wenn die sozialen Strukturen, in die es eingelassen ist, sich ändern, so dass es sich auf natürliche Weise aus dem Körper jener sozialen Strukturen heraus nicht versteht, mithin ihnen fremd bleibt, bzw. sich auf natürliche Weise in ihnen nicht zu halten vermag.(DP3,166) Deshalb muss es den sozialen Strukturen immer wieder – als ewige (Erziehungs-)Aufgabe – auferlegt werden, strukturbildend (DP3-1.7.3), nicht zuletzt, um zu verhindern, dass soziale Strukturen hinter dem Rücken der Teilnehmer einer Gesellschaft ihr singuläres Interesse kurzschlüssig in eins setzen mit dem Allgemeininteresse, das jene Gesellschaft repräsentieren soll. Wäre das Allgemeininteresse mit dem singulären Interesse einer beliebigen sozialen Struktur identisch, kann von einem Allgemeininteresse nicht mehr ernsthaft die Rede sein, unbenommen davon, dass wir es als Wort beständig benutzen und meinen, es zu verstehen, es also in unserem Geist herumspukt, allerdings ohne praktische Bedeutung. Wir benutzen das Wort, ohne den Gegenstand, auf den das Wort zeigt, zu begreifen, weil wir glauben, diesem Wort komme auf natürliche Weise und nicht, weil wir es definitiv (gedanklich) wollen, ein Gegenstand zu.(3.3) Das ist der tiefere Grund, warum wir streng genommen ohne jeden gesellschaftlichen Kontext leben, oder doch nur mit einem solchen, auf den ein beliebiges Subjekt sich praktisch nicht beziehen kann. Es existiert als atomisiertes Wesen ohne Bezug zu etwas, das alle Welt Gesellschaft nennt, ohne zu wissen, was das ist: eine Gesellschaft.
Existiert nun jenes Allgemeininteresse, das die Gesellschaft als solche definiert, nicht zureichend oder, ohne praktische Bedeutung für ein beliebiges Subjekt, nur kurzschlüssig als singuläres Interesse einer sozialen Struktur, fällt der gesellschaftliche Kontext früher oder später auseinander – zunehmend und immer wieder gewalttätig bis hin zu militärischen In- und Auslandseinsätzen. Im Vorfeld zu einem Krieg, wie er jetzt gerade in Syrien tobt, gibt es Polizeieinsätze, zur Zeit äußerst brutal in der Türkei gegen Bürger, weil sie mit dem autoritären Regime von Ministerpräsident Tayyip Erdogan nicht einverstanden sind. Aber auch in Deutschland gibt es brutale Polizeieinsätze, etwa gegen S21 oder in Frankfurt, als Blockupy gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise protestierte.(GEU-EZB;OSK-BPY) In Deutschland mögen noch keine Todesopfer zu beklagen sein; doch wer will wissen, wie unsere politische Elite reagiert, wenn sich auch bei uns die sozialen Konflikte zuspitzen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Politik immer weniger geneigt ist, die anschwellenden sozial-ökonomischen Probleme mit Bürgern zu verhandeln, um sie stattdessen gegen sie mit Polizeieinsätzen zu lösen.(JEK-TLI)
Sozialverträgliche Lösungen setzen ganz generell voraus, dass die Menschen einer Gesellschaft wissen, dass das eigene Interesse mit dem Allgemeininteresse der Gesellschaft grundsätzlich nicht zusammenfällt, aber dieses Allgemeininteresse – keine Folter für Kindesentführer – dennoch als absolut verbindlich anerkennen. Damit ist die überwiegende Mehrheit der Bürger, ich würde sagen: viel zu viele Bürger, überfordert, ich fürchte einschließlich der Bürger, die für eine friedlich Lösung der Probleme plädieren. Einfach nur plädieren, wie es führende Repräsentanten aller im Bundestag vertretenden Parteien, einschließlich der PDL, machen, reicht nicht aus. Es müssen deutliche Worte fallen, etwa gegen Obamas Todeslisten. Mit ihnen werden Menschen systematisch gejagt, mit unbemannten Drohnen ermordet, weil sie nach CIA-Kriterien als Terroristen gelten.(JEK-TLI) Diese Kriterien müssen aus Sicherheitsgründen geheim bleiben. Das ist Lynch-Justiz. Dazu hört man von unseren Politikern nicht ein Wort. Damit machen sie sich mitschuldig: Politiker wie Merkel, Steinbrück, Westerwelle, Claudia Roth. Von der PDL hört man auch nicht viel; die haben alle Angst, ihre Regierungsfähigkeit einzubüßen.
Mittlerweile wirkt die Öffentlichkeit wie paralysiert; es gibt nicht einen Kulturschaffenden, der ein deutlicheres Wort wagte, so dass das, was sie sonst noch zu sagen haben, immer weniger interessiert, z.B. die Plauderei in Talkshows wie 3nach9 oder die Tränen von SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück, die er aus Verzweiflung vergießt, weil er sonst nichts zu sagen hat, was beim Wähler ankommt. So seht doch, ich bin einer mit wunderbaren Gefühlen wie ihr, ein guter Mensch, den man ruhigen Gewissens wählen kann. Das wirkt auf die Gemüter, wenn auch begrenzt, immer noch wie schon die Blumen, die Hitler sich von jungen Mädchen reichen ließ. Um sich greifende Rührseligkeiten (DPB-6.1) – Obama weinte auch schon mal vor Anhängern – sind vermutlich ein Zeichen dafür, dass wir mittendrin sind in einer Gesellschaft, wie es sie zuvor – dem Augenschein nach – nicht gegeben hat, – wohlgemerkt dem Augenschein nach, denn Gewalt hat es immer gegeben, auch dem Augenschein nach etwa in Ländern wie China, weiten Teilen Afrikas, Russland etc.; Brasilianer gehen allerdings gerade sehr beindruckend zu Hunderttausenden gegen ihre eigene Fußballweltmeisterschaft auf die Straße, weil sie diese – ohne ihren Augenschein gar zu sehr bemühen zu müssen – als Teil einer gegen sie gerichteten strukturellen Gewalt empfinden. Diese klopft immer vernehmlicher auch an die Tür eines leider immer noch allzu schlafmützigen deutschen Bürgers, so dass es ihm immer schwerer fällt zu verdrängen, dass wir es generell, über Ländergrenzen hinweg, mit Strukturen der Gewalt zu tun haben.
Allerdings verdrängt der Deutsche zuweilen, so scheint es, umso hartnäckiger – krankhaft, krankmachend, ja gemeingefährlich –, je mehr sich der Augenschein aufdrängt, gerade auch Menschen, die es besser wissen müssten, verdrängen unter der Definitionshoheit der Tatsache. Als Uli Gellermann sich in einem Aufsatz über die brutalen Polizei-Einsätze in Frankfurt gegen demonstrierende Bürger der Blockupy-Bewegung aufregte und sie in einem Atemzug mit den brutalen Polizei-Einsätzen in der Türkei interpretierte (GEU-EZB), regte sich feinsinniger Widerspruch. Ein Leser reagierte wie folgt:
“Der Artikel ist polemisch und unnötig und verstellt völlig den Blick dafür, dass die türkische Polizei tatsächlich wesentlich brutaler vorgeht, als die deutsche. Ich war gerade dort, habe es selbst gesehen. Leute werden halbtot geschlagen, mit Stiefeltritten ins Gesicht, wahllose Schläge mit Stöcken in die Weichteile und Tränengasbeschuss aus kürzester Distanz. Dem Wasser in den Wasserwerfern wird Tränengas beigemischt. Die Notaufnahmen der Krankenhäuser sind überfüllt mit Leuten, die von der Polizei aufs Übelste zugerichtet wurden. Die Zustände Deutschland/Türkei sind tatsächlich nicht zu vergleichen. Und der oder die Autorin des Beitrages hat offensichtlich in keiner Weise irgendetwas recherchiert.”
Die Reaktion ist vornehmlich an Tatsachen orientiert – ohne analytische Substanz. Der Weltverlust, wie Hannah Arendt vielleicht sagen würde, ist erschreckend.(DP3,7-10) Die Antwort erweckt den Eindruck, als hätten wir hier in Deutschland mit der Gewalt in anderen Ländern nichts zu tun, als wären Gewalteinsätze anders motiviert als in anderen Ländern, als würden sie sich hier nicht so zuspitzen können wie in der Türkei oder in Syrien. Auch beruhigt es keineswegs, dass es bei uns noch keine Toten gibt. Die Reaktion orientiert sich an der Tatsache, am Tatsächlichen, an dem, was ist. Sie gefällt sich in einer Analyse ohne zureichenden Strukturbegriff. Ohne den können wir z.B. nicht zureichend ermessen, auf welche Weise wir die sozial-ökonomischen Probleme beständig in andere Länder exportieren, um sie hierzulande besser zu verdrängen.(DP2-E1,-E3) Wir verdrängen, dass es strukturelle Gewalt gegen Menschen gibt, d.h. eine Gewalt, die in der bösen Tat nicht aufgeht, bzw. sich dem Augenschein nicht ohne weiteres aufdrängt und deshalb einer Analyse von Substanz, orientiert an Strukturen, bedarf.
Die böse Tat als solche sagt uns nichts über eine Gewalt, die wir, wie die obige Reaktion, durch unsere Lebens-, Denk-, Schreib- und Sprechweise gegen andere, aber auch uns selbst richten, etwa indem wir, wie weiter oben ausgeführt, soziale Strukturen, in die wir involviert sind, verhandeln, ohne sie und unsere Verhandlungsbemühungen in letzter Instanz an einem Allgemeininteresse zu bemessen, das nur dann zureichend genannt werden darf, wenn es auf ein Soll verweist, auf etwas, das nicht ist und daher mit den tatsächlichen singulären Interessen einer sozialen Struktur nicht zusammenfällt, um sich ggf. zu ändern, wenn sich das singuläre Interessen zusammen mit der sozialen Struktur ändert. Dann würde das Allgemeininteresse nicht mehr absolut gelten; einen festen Orientierungspunkt, an dem sich singuläre Interessen bemessen könnten, nicht zuletzt im Hinblick darauf, was sein soll, könnte es dann nicht geben.
Auf den Punkt formuliert zeugen diese Ausführungen von einer Strukturabhängigkeit sprachgestützter Bemühungen, soziale Strukturen zu verhandeln, wenn auch in einem sehr abstrakten Sinne; sie bedeuten, dass wir uns Gedanken machen müssen über die Voraussetzungen, soziale Strukturen sozialverträglich zu verhandeln, was nicht heißt, dass wir es dann schon können. Aber ohne jene Voraussetzungen zu benennen und zu realisieren, wird es uns niemals zureichend gelingen.
Gelingende Verhandlungsbemühungen setzen voraus, dass uns die einzelne böse Tat als solche nur als Ausgangspunkt kühler Analyse interessiert; diese muss aufklären, auf welche Weise wir selbst in böse Taten involviert sind, obwohl wir sie ablehnen, ja sogar auf der Straße gegen sie protestieren. Analysieren wir Strukturen, die böse Taten erst hervorbringen, können wir, die wir Teil jener Strukturen sind, nicht mehr so tun, als wären wir nicht involviert in jene bösen Taten. Darauf, vollkommen unschuldig zu sein, legt die obige Reaktion allerdings den Akzent, vornehmlich indem sie die Tatsache verheiligt und damit die eigene Existenz beschönigt – vergleichbar in der Art wie die Bürger der NS-Zeit den Antisemitismus im Vorfeld der Judenvernichtung beschönigt haben: irgendetwas würde schon dran sein, dass man Juden seit Jahrtausenden schlecht behandelt, gar totschlägt. Die überwiegende Mehrheit derjenigen, die es gut meinen, denkt heute, methodisch (nicht von den Tatsachen her) gesehen, nicht anders. Sie meinen es nur gut; auch die obige Reaktion; ihr Autor ist für Argumente von analytischer Substanz nicht erreichbar; wenn’s hoch kommt, erst, nachdem das Kind im Brunnen ist – Menschen tatsächlich totgeschlagen werden.
Um auf die eingangs formulierte Strukturproblematik zurückzukommen – der Autor der Reaktion hat Probleme, die begrifflichen Elemente des Strukturbegriffs als da sind:
die einzelne Tat(sache),
das Subjekt: das Innenleben (Gefühl der Tat gegenüber),
die soziale Struktur: den intersubjektiven Objektbezug des Gefühls,
das Allgemeininteresse und wie es sich abstrakt und konkret, von praktischer Bedeutung fürs Subjekt, konstituiert,
je für sich zu betrachten, um dann jene Elemente zum Begriff der Struktur zusammen zu führen, sie beständig mitzudenken, für sich genommen im Auge zu behalten, wenn der Strukturbegriff ins Spiel kommt. Diese Unfähigkeit kommt nicht zuletzt darin zum Ausdruck, wie Menschen Gefühle, bzw. das, worauf sie im alltäglichen Nahbereich verweisen, verhandeln. Sie sind kaum, v.a. nicht nachhaltig, in der Lage, negative Gefühle als Ressourcen der Verständigung zu begreifen.(1) Diese Unfähigkeit möchte ich in Texten von Detel, insbesondere seinem Lebenswerk Geist und Verstehen (2;3), und im Anschluss daran bei Habermas freilegen (4.3;4.4) – dies im Kontext auf eine zu hinterfragende Lesart des Strukturbegriffs, man kann auch sagen: der Innen-Außen-Beziehung, die das Gefühl einbezieht. Wenn wir hier, in DP4, von Gefühlen in einer Weise sprechen, hypostasierend, als würden sie etwas tun, dann meinen wir, wie in DP3 im Detail behandelt, den Weg, den das Gefühl zu seinem Gegenstand zurücklegt im Kontext eines inneren Vorgangs und damit einer spezifizierbaren sozialen oder a-sozialen Aktivität des Subjekts; so unsere Lesart des Strukturbegriffs; wir denken nicht, dass es bei einer natürlichen Lesart – gleichsam vorsprachlich – bleiben sollte. Eine solche ist allerdings in der Sozialtheorie weit verbreitet, so als müssten wir, wenn wir den Begriff Struktur verwenden, diesen gar nicht hinterfragen, als würde seine Bedeutung klar auf der Hand liegen, so dass er sich, mit Habermas gesagt, hinter dem Rücken teilnehmender Subjekte als unproblematisches Hintergrundwissen in ihre sprachgestützten interaktiven Verständigungsbemühungen eingelassen sieht.(DP2,165) Obwohl sie in einem sozialen Kontext stattfinden, der zusammen mit dem Innenleben der Interaktions-Teilnehmer in Bewegung geraten ist.(DP3-1.7.3) Insofern kommt der Strukturbegriff nicht umhin, sich den Subjekten als problematisch und fragwürdig zu zeigen, mit ihm die Bedeutungsgehalte der Worte, die wir bei unseren Verständigungsbemühungen verwenden. Worte existieren keineswegs unproblematisch in ihrer Bedeutung, wenn wir nicht wollen, dass das Subjekt sein Leben aushaucht (DP3-2.6.1), als würde das Subjekt für die Bedeutung der Worte – als ihr Anhängsel – existieren, anstatt dass die Worte für das Subjekt als Werkzeug existierten, um ihnen wie den durch sie belebten sozialen Kontext wirkliche und nicht nur eingebildete Bedeutung zu verleihen, eingebildet dann, wenn dem Sprechen, mithin dem sprachgestützten sozialen Kontext eine unumstößliche festgefügte Bedeutung zugeschrieben würde.(DP3,118ff) Eben weil soziale Strukturen immer mehr in Bewegung geraten und daher durch das, was in ihnen an Bedeutungen generiert wird, immer wieder strukturbildend wie strukturstabilisierend neu belebt oder generiert werden muss, wie gesagt, weil es Bedeutungen auf natürliche Weise – hinter dem Rücken der Bürger – nur sehr eingeschränkt gibt, mithin sich mit ihren Strukturen entweder einem sozialverträglichen Wandel öffnen oder aber immer wieder gewalttätigen Zerstörungen anheimfallen.
Es wird natürlich immer ein Wissen geben, das als Hintergrundwissen hinter dem Rücken der Menschen in ihre Verständigungsbemühungen einfließt, das wir nicht in jeder Sekunde unserer Verständigungsbemühungen immerzu mitreflektieren können; das würde unsere Verständigung zeitraubend aufblähen, geradezu verunmöglichen; jenes mehr oder weniger bewusste Wissen muss freilich der Analyse jederzeit zugänglich gemacht werden können. Genau damit kommen Strukturrepräsentanten nicht zurecht, etwa wenn sie sich in ihren Gefühlen, ihrer Ehre, verletzt fühlen, wenn Bedeutungen und damit sie selbst – sprich: ihre Legitimitätsbasis, Strukturen uneingeschränkt zu repräsentieren – ins Wanken geraten, weil plötzlich ein Wissen über sie selbst ins Spiel kommt, von dem sie zuvor nicht einmal geträumt oder vielleicht immer nur geträumt haben; für dieses ungebetene, ihre Gefühle oder Ehre verletzendes Wissen machen sie Bürger verantwortlich, die für ihre Rechte auf die Straße gehen. Sie sind unfähig, mit Menschen, die sie für Bedeutungsverluste, den Verlust ihrer Ehre, die Verletzung ihrer Gefühle, verantwortlich machen, auf Augenhöhe sich auseinander zu setzen.(1.4.2) So wie es der junge Albaner nicht vermag und sich deshalb in kriminelle Aktivitäten verstricken lässt.(2.3.1) Eine Kommunikation findet nicht mehr statt, wie gerade jetzt in der Türkei, wo Bürger gegen das autoritäre Regime des türkischen Ministerpräsidenten Tayyip Erdogan protestieren. Dieser fühlt sich in seiner Ehre verletzt und glaubt, wie der junge Albaner, sie mit Gewalt verteidigen zu müssen, und das nur, weil Bürger mit ihm kommunizieren, ernst genommen werden wollen, ein Ansinnen, für das Erdogan glaubt, sie bestrafen zu müssen. Er denkt wohl, dass es unter seiner Würde sei zu argumentieren, sich auseinander zu setzen. Er müsste etwas von sich preisgeben; sich öffnen, einen Zugang freilegen zum Verständnis seiner Person, zu seinem Innenleben. Dann würde sich herausstellen, dass und auf welche Weise das gesellschaftliche Allgemeininteresse sich auf (seine) Gefühle reduziert sähe.(DP3-2.4) Also verweigert er die Kommunikation und reagiert stattdessen mit nackter Gewalt gegen Bürger, die zu seinem Innenleben einen sprachgestützten Zugang suchen.
Dasselbe gilt für US-Präsident Obama, wenn er sich, anstatt zu kommunizieren, als Weltpolizist aufspielt, schlimmer: Todeslisten aufstellt für alles und jeden, den der US-Geheimdienst als Terrorist einstuft, dies nach Kriterien, die im Interesse öffentlicher Sicherheit nicht offengelegt werden dürfen.(JEK-TLI) Wir müssen uns entscheiden: wollen wir Todeslisten oder Kommunikation. Wollen wir keine Todeslisten, keine Polizeigewalt auf der Straße, keine militärischen Einsätze im Inneren, keine Kriege gegen andere Länder, müssen wir allerdings in der Lage sein, mit Verletzungen, resp. negativen Gefühlen umzugehen; wir müssen sie kommunizieren, sprich: ihren Objektbezug verhandeln: das, worauf sie verweisen, nicht zuletzt um die politische Elite massiv unter Druck zu setzen mit ihrer gemeingefährlichen kommunikativen Verweigerungshaltung.
Kommunikative Fähigkeiten dünnen allerdings immer mehr aus in einer Zeit, in der ökonomische Spielräume für immer mehr Menschen immer enger werden aufgrund mangelnder Mehrwertproduktion, bzw. einer wachsenden Unfähigkeit der Bürger, Mehrwert zu erzeugen.(DP2-E3,-4) Nun sind ausgerechnet unsere Eliten in Wirtschaft, Politik und Kultur immer weniger in der Lage, negative Gefühle oder Verletzungen zu verhandeln, so wie das kürzlich in vergleichbarer Weise Peter Sloterdijk in einem 3Sat-Kulturzeit-Interview der Gefühls-Diva Henryk Broder ins Stammbuch schrieb. Insbesondere Politiker fühlen sich, gleichwohl sie miteinander nicht gerade zimperlich umgehen, schnell verletzt, wenn Bürger gegen sie demonstrieren; sie erwarten ganz offensichtlich, dass wir – gewöhnliche Menschen – sie unentwegt behuldigen; wenn nicht, reagieren sie mit Polizeieinsätzen und Krieg.
Es gibt aber auch das Bedürfnis normaler Bürger, Menschen auf einen Sockel zu heben, um sie, z.B. Sahra Wagenknecht, zu behuldigen. Viele Menschen, die es gut meinen, verehren sie und reagieren – ohne zu argumentieren – aggressiv, wenn man sie kritisiert, etwa ihr gutes, mithin rechtspopulistisch gefärbtes Verhältnis zum Ordoliberalismus in ihrem Buch Freiheit statt Kapitalismus. Es ist aber auch blanker Unsinn, wenn sie in einem Interview sagt, “eine Entflechtung der Konzerne, wie sie auch die alten Ordoliberalen immer gefordert haben, und mehr Belegschaftseigentum würde vieles an Erpressung aus dem System rausnehmen. Dann könnte auch Demokratie wieder leben.”(CMO-SWA) Mein Gott, mehr Unternehmensanteile in den Händen der Belegschaften führen gerade nicht zu mehr Demokratie, versöhnen Arbeitnehmer aber auf perfide Weise mit dem kapitalistischen Wirtschaftssystem.(DP2,74;DPB,110-116)
Kann man Menschen mit Argumenten nicht erreichen, weil sie, wie z.B. Wagenknecht, mitregieren wollen und deshalb die Systemfrage ignorieren oder ihre Anhänger einfach nur aggressiv reagieren, wenn man auf analytische Defizite aufmerksam macht, ist es allerdings um die Gestaltungskraft der Gefühle im Hinblick auf soziale Strukturen geschehen (1), zumal wenn negative Gefühle nicht verhandelt werden; dies in einer Zeit, in der soziale Strukturen auf fraglose Weise, sozusagen wie von selbst, etwa über den Glauben an Gott oder, im Westentaschenformat, an Frau Wagenknecht, nicht mehr erzeugt werden können.
Die Unfähigkeit, negative Gefühle zu verhandeln, verweist indes auf innere Defizite, die, wie zur Zeit in der Türkei, tödliche Folgen haben können. Man kann sie in kleinerer Münze aus wissenschaftlichen Texten oder, viel offensichtlicher, aus politischen Diskussionssendungen, Zeitungsartikeln, Filmen, Romanen, etc. herauslesen. All diese Kulturprodukte erzählen uns etwas über das Innenleben ihrer Autoren, von Diskussionsteilnehmern, einzelnen Film- und Romanfiguren, kurz, über ein Innenleben, das zusammen mit dem, was von ihm mehr oder weniger sozialverträglich – heute immer asozialer – abgesondert wird, analysiert werden kann, um den Anteil des Einzelnen an der Gewalt im Kontext sozial-ökonomischer Strukturen zu ermessen. Dabei dürfen wir nicht unterschlagen, dass es die außersubjektiven Strukturen sind, primär die ökonomischen Imperative der Kapitalverwertung auf der Grundlage von Mehrwertproduktion, welche die Entwicklung des Innenlebens immer massiver begrenzen – bis wieder einmal alles in Schutt und Asche fällt, ein brutaler Akt, der, um stattfinden zu können, dennoch unter tatkräftiger Beihilfe jedes Einzelnen exekutiert werden muss. Diesen von unverhandelbaren Gefühlen kontaminierten Exekutionsvorgang gilt es im Inneren freizulegen: auf dem Weg des Gefühls zu seinem (moralisch motivierten) Gegenstand: Menschen neigen dazu, wenn negative Gefühle sich aufdrängen, anstatt diese, mithin den Gegenstand, auf den sie verweisen, zu verhandeln, sich an Brutalitäten zu beteiligen, und sei es nur, indem sie dem Brutalen (passiv) zustimmen, sei es – absurd aber wahr –, weil sie sich gutmeinend in den gesellschaftlichen Kontext einbringen, mithin nicht tatenlos zusehen wollen, wie ohne ihre (passive) Zustimmung alles in Schutt und Asche fällt oder gemordet wird. Die Menschen halten sich im Nachhinein gar – wie Massenmörder Eichmann – für unschuldig am Grauen (DP3,9), das uns heute irgendwann wieder ereilen könnte; sie merken nicht, auf welche destruktive Weise sie beteiligt sind im Sinne einer notwendigen Voraussetzung für das Grauen, damit die politische und ökonomische Elite im öffentlichen Raum ihr grausames Spiel treiben kann.
Hier schließt sich der Kreis: den Strukturbegriff verstehen wir in seiner ganzen Tragweite erst, wenn alles auf den Tisch kommt, wenn wir das Innenleben: die Gefühle der Bürger und wie sie mit ihnen umgehen, einbeziehen, mithin das Defizitäre (DP3-1.7.2) im einzelnen Subjekt mit dem gesellschaftlich Defizitären verbinden können.(4.5) Wobei das Defizitäre in unserer Gesellschaft immer asozialere Ausmaße annimmt. Asozial sind Menschen, die öffentliche Macht ausüben: der Politiker, der Wissenschaftler oder Kulturschaffende, schon wenn sie, Die Linke, eingeschlossen, keine deutlichen Worte finden gerade jetzt gegen Obamas Todeslisten. Das nennen nicht wenige Beihilfe zum Mord. Es betrübt doch sehr, dass man aus dem Munde von Habermas gegen die US-Todeslisten, die es schon jahrelang gibt, bislang keine deutlichen Worte vernimmt. Das überlässt er parasitär anderen mit weit weniger öffentlichem Einfluss.(JEK-TLI) Dann kann er umso ungestörter über die Notwendigkeit der europäische Einheit philosophieren (DP3,147f,171f), über eine Freiheit, die im Rahmen der EU immer unumkehrbarer ausdünnt, für die Menschen ohne jede öffentliche Macht, vor allem in ärmeren Ländern unter Einsatz ihres Lebens, demonstrieren – damit unsere Feuilletonisten hier etwas zum dampfplaudern haben.
Abkürzungen: Siehe Die Politisierung des Bürgers, 2.Teil
Bei buecher.de (Leseprobe):
www.buecher.de/shop/fachbuecher/die-politisierung-des-buergers-2-teil-mehrwert-und-moral/witsch-franz/products_products/detail/prod_id/36849708/
Quellen:
CMO-SWA: Alan Cassidy und Christof Moser, Interview mit Sahra Wagenknecht: Was derzeit passiert, macht Europa kaputt, Schweiz am Sonntag vom 25.05.13
www.sonntagonline.ch/ressort/menschen/2990/
GEU-EZB: Ulrich Gellermann: Merkel entschuldigt sich: Brutale Polizeigewalt in Frankfurt rund um die EZB, rationalgalerie.de vom 03.06.2013
www.rationalgalerie.de/archiv/index_1_697.html
JEK-TLI: Ken Jebsen, Wilfriеd Каhrs, Obamas Todeslisten nebst Polizeistaat als Blaupause für Europa, qpress.de vom 10.06.2013
http://qpress.de/2013/06/08/obamas-todeslisten-nebst-polizeistaat-als-blaupause-fur-europa
OSK-BPY: Karl-Ludwig Ostermann, Presseschau Blockupy – Meinungsmache versagt, scharf-links.de vom 03.06.2013
www.scharf-links.de/47.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=36019&cHash=cbc42c4812
WIF-SUL: Franz Witsch, Sozialintegration und Lernen. Vortrag von Franz Witsch auf der Jahrestagung der NGfP (Neue Gesellschaft für Psychologie) in Berlin vom 7. bis 10. März 2013
www.film-und-politik.de/NGfP-SuL.pdf
DPB: Franz Witsch, Die Politisierung des Bürgers. Erster Teil: Zum Begriff der Teilhabe, Norderstedt 2009
DP2: Franz Witsch, Die Politisierung des Bürgers. Zweiter Teil: Mehrwert und Moral, Norderstedt 2012
DP3: Franz Witsch, Die Politisierung des Bürgers. Dritter Teil: Vom Gefühl zur Moral, Norderstedt 2013
DP4: Franz Witsch, Die Politisierung des Bürgers. Vierter Teil: Theorie der Gefühle, voraussichtlich Juli/August 2013 im Buchhandel
WIF-SUL: Franz Witsch, Sozialintegration und Lernen. Vortrag von Franz Witsch auf der Jahrestagung der NGfP (Neue Gesellschaft für Psychologie) in Berlin vom 7. bis 10. März 2013
www.film-und-politik.de/NGfP-SuL.pdf