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Leuchttürme retten auf See, in der Politik sind sie der Untergang der Provinz in Sachsen

von Dieter Riedler

Auf dem Meer helfen Leuchttürme in Seenot geratenen Schiffen das sichere Ufer zu erreichen. Mit dem Namen verbindet sich Rettung und Hilfe.

Aber in der Politik, Wirtschaft und Bildung wird der Begriff missbraucht und verfälscht. Wohin übertriebener Zentralismus führt haben wir im Osten 40 Jahre lang erfahren müssen. Zuerst wurde nach dem Beitritt das Volkseigentum von der Treuhand verhökert, mehr als zwei Millionen fleißige Werktätige in die Arbeitslosigkeit geschickt, Aufgaben der Daseinsvorsorge privatisiert zum Nachteil der Menschen, dann wurden auf dem flachen Lande die Schulen geschlossen.

Unsere Dörfer veröden, soziale Bindungen wurden zerstört und der Gemeinschaftssinn ging verloren. Aber bei Empfängen in den so genannten Leuchttürmen der Wirtschaft lassen sich die Regierenden feiern und wird doch mal eine Dorf- oder Kreisstraße grundhaft ausgebaut, kommen diese Windbeutel in die Provinz und machen in die Kamera grinsend den ersten Spatenstich.

Jetzt sollen auch noch die Hochschulstandorte in den Kleinstädten dran glauben. Die von Bildungsexperten im Ranking als sehr hoch eingestufte Reichenbacher Hochschule soll trotz heftigster Proteste geschlossen werden. Während die Reichenbacher Bürger, Studierende, Hochschullehrer und Stadträte aller Fraktionen der Stadt sich entschieden dagegen wehren, zeigen von Seiten der Politik nur unsere LINKEN Flagge und organisieren den Widerstand und wollen alles versuchen den Hochschulstandort zu retten.

Unsere in die Regierung gewählten vogtländischen CDU-Landtagsabgeordneten fügen sich wieder einmal kritiklos und ohne Gegenwehr den ministeriellen Vorgaben. Früher hieß das beim Militär Kadavergehorsam, unsere CDU- Landtagsabgeordneten drücken sich feiner aus und nennen es Fraktionsdisziplin.

Unsere vogtländische Heimat ist ihnen egal. Windschlüpfrig ohne bei der Obrigkeit anzuecken ist das Hauptmotto; so werden sie zum Dank auch von ihren Großkopferten für die nächste Wahl wieder nominiert. Pfui Teufel!