Abschlusserklärung des Klimacamps in Jänschwalde (Janšojce)
von ROBIN WOOD Cottbus
Am Sonntag, den 14. August, endete das Klima- und Energiecamp in der Lausitz mit einer Erklärung zur Unterstützung der Proteste und des Widerstands gegen neue Tagebaue und CCS. Im Umfeld des Camps in Jänschwalde (Janšojce) gab es zahlreiche Workshops, Treffen mit Bürgerinitiativen und Aktionen wie die Besetzung von Büros der Regierungsparteien.
Mit einer „Erklärung von Jänschwalde (Janšojce)“ [1] endete das Klimacamp in der Lausitz am 14. August nach knapp einer Woche. Im Anschluss an ein Treffen mit zahlreichen Bürgerinitiativen (BIs) gegen neue Braunkohletagebaue und gegen CCS gaben Teilnehmende des Camps die Erklärung ab, die BIs weiter zu unterstützen und sich auch auf einen eventuellen „Tag X“ vorzubereiten.
Dazu erklärte Timmo Krüger von Klimagerechtigkeit Leipzig: „Im Fokus des Camps standen für uns neue Braunkohletagebaue und die hochriskante CCS-Technologie. Hierüber haben wir informiert, sind mit den Menschen vor Ort ins Gespräch gekommen, haben unsere Forderungen aber auch an die Regierenden gerichtet. Mit unserer Abschlusserklärung zeigen wir uns solidarisch mit den Bürgerinitiativen und werden diese auch bei einem 'Tag X' unterstützen, sollte die CCS-Technologie zum Einsatz kommen.“
Im Rahmen des Camps wurden drei Büros von SPD und LINKE in Cottbus und Potsdam besetzt, um dort der Forderung „Keine Neuen Tagebaue, kein CCS!“ Nachdruck zu verleihen. Diese Forderungen wurden auch in einem Gespräch dem Wirtschaftsminister des Landes, Ralf Christoffers, übergeben. Darüber hinaus gab es zahlreiche kleinere Aktionen und Proteste sowie eine Demonstration „Eure Energie ist nicht unsere Kohle! Für Klimagerechtigkeit, gegen neue Tagebaue und CCS!“. Die Proteste richteten sich auch gegen eine profitorientierte Energieproduktion.
Im thematischen Fokus des Camps standen die klimaschädliche Verstromung der Braunkohle, der Neuaufschluss neuer Braunkohletagebaue und die Technik zur Abscheidung und unterirdischen „Endlagerung“ von Kohlendioxid. Darüber hinaus wurden aber verschiedene Aspekte behandelt wie erneuerbare dezentrale Energieerzeugung, Klimagerechtigkeit, Regenwaldzerstörung für Palmöl und Agrosprit-Produktion, andere Konsum- und Produktionsweisen.
Am Standort Jänschwalde steht das zweitgrößte Braunkohlekraftwerk der Republik, deshalb wurde dieser Ort für das Camp gewählt, weil er symbolisch für Klimawandel, die Abbaggerung von Dörfern und die CCS-Technologie steht.
Weitere Informationen: www.lausitzcamp.info
[1]
Erklärung von Jänschwalde (Janšojce)
Solidarität des Klima und Energiecamps mit lokalem Widerstand
In Solidarität mit den Bürgerinitiativen gegen CCS, den direkt betroffenen Menschen der vorhersehbaren Schäden und unberechenbaren Risiken der CO2„Endlagerung“ und denen, die durch anhaltende Kohleförderung ihre Umwelt und Gemeinschaft verlieren würden, geben Teilnehmende des Klimacamps folgende Erklärung ab:
Die Klimaund AntiKohleBewegung werden sich nicht gegeneinander ausspielen lassen. Wir wollen gemeinsam gegen die zentralistische Energieproduktion durch Energiekonzerne vorgehen. Uns eint das Ziel für eine Energieversorgung auf der Basis dezentraler, demokratischer und erneuerbarer Energien zu streiten.
Die Beteiligten des Klimaund Energiecamps 2011 erklären, dass Großkonzerne wie Vattenfall mit ihrer profitorientierten Energieproduktion die Lebensgrundlage der Menschen vor Ort und weltweit gefährden. Dies auch insbesondere durch den Versuch, durch die sogenannte CO2„Endlagerung“ der Braunkohle einen ökologischen Anschein zu geben.
Die anhaltende Zerstörung unserer Lebensgrundlage und die Ignoranz gegenüber Betroffenen der rein profitorientierten Wirtschaftsweise erfordert einen vielseitigen und konsequenten Widerstand der Zivilgesellschaft. Wir stehen an der Seite der Menschen, die sich gegen die Energiekonzerne zur Wehr setzen.
Wir, als Teil der Klimaund AntiKohleBewegung, erklären uns solidarisch mit den Bürgerinitiativen gegen die CCSTechnologie und den Initiativen gegen neue Braunkohletagebaue. Wir wollen diese nach Kräften unterstützen – und bereiten uns mit den Bürgerinitiativen auf den Tag X vor, falls Vattenfall und Landesregierung versuchen, die CCSTechnologie tatsächlich einzusetzen.
Abschlusserklärung des Klimacamps in Jänschwalde (Janšojce)
Am Sonntag, den 14. August, endete das Klimaund Energiecamp in der Lausitz mit einer Erklärung zur Unterstützung der Proteste und des Widerstands gegen neue Tagebaue und CCS. Im Umfeld des Camps in Jänschwalde (Janšojce) gab es zahlreiche Workshops, Treffen mit Bürgerinitiativen und Aktionen wie die Besetzung von Büros der Regierungsparteien.
Mit einer „Erklärung von Jänschwalde (Janšojce)“ endete das Klimacamp in der Lausitz am 14. August nach knapp einer Woche. Im Anschluss an ein Treffen mit zahlreichen Bürgerinitiativen (BIs) gegen neue Braunkohletagebaue und gegen CCS gaben Teilnehmende des Camps die Erklärung ab, die BIs weiter zu unterstützen und sich auch auf einen eventuellen „Tag X“ vorzubereiten.
Dazu erklärte Timmo Krüger von Klimagerechtigkeit Leipzig: „Im Fokus des Camps standen für uns neue Braunkohletagebaue und die hochriskante CCSTechnologie. Hierüber haben wir informiert, sind mit den Menschen vor Ort ins Gespräch gekommen, haben unsere Forderungen aber auch an die Regierenden gerichtet. Mit unserer Abschlusserklärung zeigen wir uns solidarisch mit den Bürgerinitiativen und werden diese auch bei einem 'Tag X' unterstützen, sollte die CCSTechnologie zum Einsatz kommen.“
Im Rahmen des Camps wurden drei Büros von SPD und LINKE in Cottbus und Potsdam besetzt, um dort der Forderung „Keine Neuen Tagebaue, kein CCS!“ Nachdruck zu verleihen. Diese Forderungen wurden auch in einem Gespräch dem Wirtschaftsminister des Landes, Ralf Christoffers, übergeben. Darüber hinaus gab es zahlreiche kleinere Aktionen und Proteste sowie eine Demonstration „Eure Energie ist nicht unsere Kohle! Für Klimagerechtigkeit, gegen neue Tagebaue und CCS!“. Die Proteste richteten sich auch gegen eine profitorientierte Energieproduktion.
Im thematischen Fokus des Camps standen die klimaschädliche Verstromung der Braunkohle, der Neuaufschluss neuer Braunkohletagebaue und die Technik zur Abscheidung und unterirdischen „Endlagerung“ von Kohlendioxid. Darüber hinaus wurden aber verschiedene Aspekte behandelt wie erneuerbare dezentrale Energieerzeugung, Klimagerechtigkeit, Regenwaldzerstörung für Palmöl und AgrospritProduktion, andere Konsum und Produktionsweisen.
Am Standort Jänschwalde steht das zweitgrößte Braunkohlekraftwerk der Republik, deshalb wurde dieser Ort für das Camp gewählt, weil er symbolisch für Klimawandel, die Abbaggerung von Dörfern und die CCSTechnologie steht.