„Wir haben Agrarindustrie satt“ – Demonstration zur Grünen Woche: Samstag, 21. Januar, Berlin
Von Aktion 3.Welt Saar
Verhindern, dass Bauern von Tierrechtlern wieder als Mörder hingestellt und von "Peta" Tiere mit NS-Opfern gleichgesetzt werden
Unsere Alternativen – Bäuerliche Landwirtschaft, Saatgutvielfalt, gentechnikfrei, Milchmengensteuerung
„Es gilt zu verhindern, dass Bauern bei der Agrardemo am Wochenende in Berlin wieder als Mörder hingestellt werden wie bei den zwei letzten Demonstrationen. Wir wollen mit Bauern für die Agrarwende demonstrieren und nicht gegen sie“. So kommentiert Christian Hirsch vom Vorstand der Aktion 3.Welt Saar e.V. die Ausfälle mancher Tierrechtler und Veganer gegen Bauern bei der Demonstration vor einem Jahr. Die Aktion 3.Welt Saar ist Mitglied im Trägerkreis und ruft mit rund 50 0rganisationen aus dem Umwelt- und Agrarbereich zum Auftakt der Grünen Woche bereits zum 7. Mal zu der Demonstration auf „Wir haben Agrarindustrie satt“: Samstag, 21. Januar 2017, Berlin, 12 Uhr, Potsdamer Platz. Im letzten Jahr kamen rund 20.000 Menschen.
Veranstalterin ist das Bündnis „Meine Landwirtschaft – unsere Wahl“, in dem die Aktion 3.Welt Saar aktiv mitarbeitet. „Landwirtschaft geht alle etwas an. Letztlich wird es immer Landwirtschaft geben. Die Frage ist nur welche: Eine bäuerliche oder eine industrielle“, so Christian Hirsch.
„Im letzten Jahr fiel besonders die so genannte Tierschutzorganisation „Peta“ mit Pöbeleien gegen Bauern auf“, so Christian Hirsch. „Peta“ und eine Gruppe von Veganern trugen unter anderem Transparente mit der Aufschrift „Tiere sind keine Lebensmittel – Wir gedenken der Opfer“, „Tatort Kuhstall“, „Nein zu Fleisch, Eiern, Milch u.a. Tierprodukten. Tierausbeutung beenden“, „Auch Bio bedeutet Gewalt an Tieren“. Diese Gleichsetzung von Tieren mit Menschen kam auch auf anderen Bannern der Organisation zum Ausdruck. „Für mich suggeriert „Peta“ mit dem Spruch „Wir gedenken der Opfer“ eine subtile Gleichsetzung von Tieren mit NS-Opfern und aktuellen Opfern von Gewaltverbrechen. In der „Peta“ Logik wären demnach Bauern und Bäuerinnen, die Tiere halten, Mörder“, so Hirsch. „Auch eine Anteilnahme für Bauern, denen in der aktuellen Situation ihre Höfe sprichwörtlich ‚unterm Arsch‘ wegbrechen, ist bei der Gruppe von Veganern um „Peta“ gleich null“, so Hirsch.
Nach Meinung der Aktion 3.Welt Saar dürfen diese Vorfälle nicht toleriert werden. Denn das richtige Anliegen der Demonstration - ein kraftvolles Plädoyer für eine nachhaltige, bäuerliche und faire Landwirtschaft - wird durch solche Eskapaden diskreditiert. So unterstützt zwar keiner der Veranstalter das Anpöbeln und das Beschimpfen von Bauern durch Tierrechtler. Gleichzeitig aber bestimmen diese Pöbeleien zum Teil das Bild von der Demonstration. Die Aktion 3.Welt Saar hat eine Auswertung der letzten zwei Demonstrationen veröffentlicht und zeigt dort besonders krasse Fotos:
Demobündnis