Der Journalist Andreas Zumach kommt ins Atelier
Von Waltraut Andruet
Während der diesjährigen Ökumenischen FriedensDekade zeigt der KulturOrt Atelier Mario Andruet vom 6.11. - 27.11.2016 die Wanderausstellung: „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“. http://www.lib-hilfe.de/infos_ausstellung.html
Unter dem Motto "Kriegsspuren" will die Ökumenische FriedensDekade auf Spuren von Kriegen aufmerksam machen, gleichzeitig aber auch auf Spuren verweisen, die zu Kriegen führen.
Der nahe Osten brennt. Die Gewaltspirale dreht sich täglich weiter. Die Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben der palästinensischen und der israelischen Bevölkerung ist in weite Ferne gerückt. Terror und Gewalterfahrungen verhindern ein nachbarschaftliches Zusammenleben, wie auch ein Miteinander beider Völker. Traumatisierungen machen das gegenseitige Verständnis der Menschen auf palästinensischer und israelischer Seite unmöglich. Gemachte Erfahrungen werfen Schatten und beeinflussen das Leben über Generationen hinweg.
Der Journalist Andreas Zumach, der die Patenschaft für diese Ausstellung übernommen hat, wird am Donnerstag, 24. 11.2016 um 19.00 Uhr einen Vortrag zum Thema: „Pulverfass Naher/Mittlerer Osten -Hintergründe und mögliche Lösungen der Konflikte in Syrien, Israel-Palästina und anderen Ländern“ halten.
Zumach, der in der Schweiz lebt, hat seine Schwerpunkte auf den Gebieten des Völkerrechts,
der Menschenrechtspolitik, der Sicherheitspolitik, der Rüstungskontrolle und
internationaler Organisationen. Er arbeitet am europäischen Hauptsitz der Vereinten Nationen in Genf als Korrespondent für Printmedien, wie beispielsweise die Tageszeitung (taz) und Die Presse, sowie für deutschsprachige Rundfunkanstalten. Bekannt wurde er 2003 als Kritiker des dritten Golfkrieges. Schon in den 1970er Jahren engagierte er sich in so genannten Dritte-Welt-Gruppen, insbesondere zum Südlichen Afrika. Im Jahr 2009 wurde ihm der Göttinger Friedenspreis verliehen.
Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet Prof. Dr. Bernhard Haupert. Der an der Kath. Hochschule in Mainz lehrende Soziologe ist am Sonntag, 27.November um
16.00 Uhr im Atelier Mario Andruet. Sein Thema: Rechtspopulismus - Antisemitismus – Antiislamismus . Angesichts der neuen und neuesten Entwicklungen im Bereich des Rechtspopulismus ist es angezeigt über die Ursachen und Wirkungen dieser alten und doch neuen politischen Strömungen zu diskutieren und die Ursachen zu erforschen.
Dazu wird Prof. Dr. Bernhard Haupert die aktuelle Debatte in eine historische Debatte einbetten und ableitend davon die aktuelle Situation beleuchten.
Bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei! Das Atelier ist jeden Sonntag im November von 11.00 bis 17.00 Uhr sowie während den Veranstaltungen geöffnet.
Bilsdorferstraße 28, 66793 Saarwellingen Infos unter: www.atelier-andruet.de http://www.attac-netzwerk.de/untere-saar/startseite/atelier-mario-andruet/