Razzia im „Braunen Haus“
Die LINKE ruft zum Feiern auf
Zur Durchsuchung des Nazi-Treffpunkts „Braunes Haus“ in Bad Neuenahr am 13. März 2012 erklärt der Pressesprecher der LINKEN. Ahrweiler, Harald W. Jürgensonn:
Die Aktion der Polizei war lange überfällig. Seit Jahren ist bekannt, dass die Mitglieder der rechten Szene Bürgerinnen und Bürger überfallen, bedrohen und drangsalieren. Seit Jahren wird darauf hingewiesen, dass in Bad Neuenahr kriminelle Kräfte der Nazi-Szene gebündelt werden. Wir begrüßen, dass die Behörden endlich aktiv werden, um das Aktionsbüro Mittelrhein und dessen Umfeld zu zerschlagen. Zu lange wurde zugeschaut, so dass der Eindruck entstehen musste, Schweigen bedeute Zustimmung. Gemeinsam mit allen demokratischen Parteien, Organisationen sowie Bürgerinnen und Bürgern hat DIE LINKE. Ahrweiler immer offen Stellung gegen den Naziterror im nördlichen Rheinland-Pfalz und anderswo bezogen – wir werden das weiterhin tun. Kein Fußbreit den Nazis - nirgendwo!
Es ist zu hoffen, dass die Aktion am Dienstagmorgen dazu beiträgt, die Nazi-Umtriebe im Kreis Ahrweiler zu stoppen. Die zum Teil einschlägig vorbestraften und stadtbekannten Mitglieder der rechten Szene, die im Kreisgebiet wohnen, müssen wissen, dass sie nicht weiter ungestraft Bürgerinnen und Bürger zusammenschlagen und bedrohen können, dass sie nicht weiter ihre faschistischen Schmierereien an Brücken der B9 anbringen dürfen. Zu fürchten ist aber auch, dass es sich bei den jetzt Festgenommenen nur um die Spitze des Eisbergs handelt; es gilt wachsam zu bleiben. DIE LINKE. Ahrweiler steht im Aufstand gegen die braune Brut an der Seite aller Demokratinnen und Demokraten und wünscht eine enge Zusammenarbeit Aller gegen den sich ausbreitenden Faschismus.
Für den 24. März haben sich schon Hunderte Antifaschistinnen und Antifaschisten, Bürgerinnen und Bürger sowie Politiker auf eine Demonstration gegen das „Braune Haus“ und dessen Bewohner vorbereitet. Unterstützt wird diese Aktion unter anderem von den LINKE-Bundestagabgeordneten Sevim Dagdelen, Ulla Jelpke und Sahra Wagenknecht sowie Sprecherrat und Mitgliedern der LINKEN. Ahrweiler (http://24maerz2012.blogsport.de). Möglicherweise werden die Rechten an diesem Tag auf ihre faschistische Kundgebung verzichten – wir jedenfalls werden diesen Tag nutzen, um auf die weiterhin bestehende Gefahr des Faschismus hinzuweisen. Vielleicht wird es ein Fest – wie in Dresden und Dortmund gilt es zu feiern, dass den Bürgerinnen und Bürgern ihre Straßen zurückgegeben werden.