”Krieg beginnt hier!- Unser Widerstand auch“
Von Kampagne ”Krieg beginnt hier“ www.krieg-beginnt-hier.de
Friedenskampagne will Kriegsbeteiligung aufzeigen und zum Mitmachen anregen
9 Vorträge und 9 Aktionen informieren rund um die Themen Drohnen, Atomwaffen, Abrüstung und Militärstandorte von Bundeswehr, NATO und US-Army und zeigen politische Zusammenhänge der Kriegspolitik und gewaltfreie Alternativen. AG Frieden und DFG-VK Trier, Pax Christi und Friedensnetz Saar, GI-Café The Clearing Barrel Kaiserslautern, Arbeitsstelle Frieden & Umwelt Speyer sowie Friedensinitiative Westpfalz gestalten in der Zeit vom 25.März bis zum 11. Juni 2016 die Kampagne KRIEG BEGINNT HIER, um gegen die hiesige Kriegsbeteiligung zu protestieren.
Detlev Besier, Pfarrer für Frieden und Umwelt: „Unterstützt die Kampagne Krieg beginnt hier und setzt euch mit uns für eine friedliche Welt ohne Drohnen, Atomwaffen und Rassismus ein“. Auch als Sprecher der Friedensinitiative Westpfalz lädt er dazu ein, als Kampagnen-Auftakt an den Ostermärschen am 26.3 in Kaiserslautern oder Saarbrücken bzw. am 28.3.2016 in Büchel gegen die dortigen Atomwaffen teilzunehmen.
Waltraud Andruet von Pax Christi und dem Friedensnetz-Saar ergänzt: “Hier in der Region fertigt DIEHL in Nonnweiler Drohnen und Munition, dasMercedes-Benz Werk in Wörth Rüstungsgüter und in der wehrtechnischen Dienststelle Trier wird Kriegsgerät auch für die Rüstungsindustrie optimiert. Wir fordern dagegen Konversion und eine Ende des Waffenhandels, keine Auslandseinsätze der Bundeswehr und keine Erhöhung des Militärhaushaltes.“
Insgesamt kritisieren die KampaganenvertreterInnen: „In Rheinland-Pfalz und dem Saarland mit seinen zahlreichen Bundeswehreinrichtungen werden Kriegspolitik und Großmachtsambitionen unterstützt. Die Bundeswehr als ‚Speerspitze der NATO‘ führt ein Kriegsbündnis mit aggressiven Kriegspolitik für Wirtschafts- und Machtinteressen. Europa verdichtet sich zunehmend als Militärbündnis und steht für Militarisierung, Aufrüstungsverpflichtung und Rüstungsgeschäfte. Die europäische Flüchtlingsabwehr FRONTEX und die NATO führen Krieg gegen Flüchtlinge.“
„Zugleich werden auf dem größten “US-Flugzeugträger” außerhalb der USA - dazu gehören die Militärregion Westpfalz mit Ramstein, dem Truppenübungsplatz Baumholder und der Airbase Spangdahlem Kriege vorbereitet, unterstützt und durchgeführt.“ so die Friedensgruppen, die eine zivile Umwandlung des Militärs fordern.
Die Kampagne fordert: ”Geflüchtete solidarisch aufnehmen, Fluchtursachen und Armut bekämpfen, Reichtum umfairteilen! Statt Sozialabbau und Entdemokratisierung benötigen wir zivile Konfliktbearbeitung, Diplomatie und Gerechtigkeit!“
„Unsere Kampagne soll einerseits dieses militärische Geflecht aufzeigen und andererseits deutlich machen, dass auch hier Protest und Widerstand gegen die weltweite Kriegspolitik existieren.“ so Detlev Besier von der FIW die zusammen mit 7 anderen Gruppen die Informations-Kampagne angesichts laufender Kriege und drohender militärischer Eskalationen initiiert hat
„Von hier soll Frieden ausgehen. Wir engagieren uns für eine solidarische Welt ohne Kriege, ohne Drohnen und ohne Atomwaffen, für Abrüstung und Konversion. Grenzen öffnen für Menschen - Grenzen schließen für Waffen!“ ergänzt Markus Pflüger von der AG Frieden Trier die Ziele der Friedenskampagne. „Es wird Zeit, dass wir über Wege zu einer gewaltfreien Politik, mehr Geld für Friedensforschung und Gewaltprävention reden.“ so Waltraud Andruet Friedensnetz Saar.
„Wir tolerieren bei unseren Aktivitäten keinen Sexismus, Rassismus und Antisemitismus - keine Zusammenarbeit mit Nationalisten, Rechtspopulisten und Nazis! 'Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus' gehören für uns zusammen!“ präzisieren die Friedensgruppen im Aufruf für den sie ab sofort Einzelpersonen und Organisationen um Unterstützungserklärungen bitten.
Weitere Infos unter www.krieg-beginnt-hier.de und Facebook 'Krieg-beginnt-hier'