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Frauenarbeitsplätze bei SCHLECKER auch bei uns zukünftsfähig machen!

DIE LINKE. Cochem-Zell fordert konsequentes Konzept der Mitarbeiterbeteiligung

DIE LINKE. Cochem Zell begrüßt die Absicht der Landesregierung, sich auch finanziell an den Hilfen für die (Noch-)Schlecker -Beschäftigten zu beteiligen und bewertet den ergebnislosen Abbruch der Verhandlungen als fatales Signal.

„Es wäre jetzt wichtig, schnellstens zu reagieren, sowie ein tragfähiges Konzept - auch für die Filialen in unserem Kreis - zu ermöglichen“, so der Kreisvorsitzende der LINKEN, Martin Krötz. „Die Fehler der Vergangeheit, SCHLECKER erneut ein Geschäftsmodell der Intransparenz inklusive Gängelung der Mitarbeiterinnen durchgehen zu lassen, dürfen nicht wiederholt werden. Die Entwicklung der Produktpalette sowie des Image durch Herrn Schlecker waren eher ein Hindernis für gute Ideen der Beschäftigten.“

Diese Fehler sind nach Ansicht der Kreis -LINKEN mit für das Scheitern des Unternehmens mitverantwortlich. Es müsse vielmehr ein Weg eröffnet werden, wie SCHLECKER als moderner Nahversorger neue Attraktivität gewinnen könne. Staatliche Hilfen könnten dann sinnvoll sein, wenn sie z.B. in Form einer Stiftung als zukünftiges Belegschaftseigentum dauerhaft eine bessere Mitsprache der Mitarbeiterinnen in ihrem Unternehmen sicherten. Es sollte eine Rechtsform gewählt werden, welche eine gemeinschaftliche Übernahme von Betrieben durch die Beschäftigten erleichtert. Es dürfe nie wieder passieren, dass ein einzelner Unternehmenspatriarch sein Unternehmen mit Milliarden Umsätzen und Zehntausenden Beschäftigten wie eine Würstchenbude ohne ausreichende Transparenz führe.

„Sinnvoll wäre auch eine grundlegende Öffnung des Konzepts hin zu einer neuen Produktpalette, welche regionalen Vermarktungskreisläufen offen gegenübersteht.“, so Krötz, „Nur eine mit den Betriebsräten zusammen entwickelte Gesamtstrategie kann auch bei uns die Arbeitsplätze sichern.“

Gerade in unseren ländlichen Regionen stellten einzelne SCHLECKER -Filialen oft eine Art Grundversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs dar, betont der Kreisvorsitzende. Ein bloßer Wegfall ginge vielerorts auf Kosten von älteren oder weniger mobilen Menschen, sowie der Umwelt, da zusätzliche Fahrtwege oft individuell mit dem Auto erledigt werden müssten. Angesichts der durchaus bestehenden neuen Chancen für einen reformierten Unternehmenstyp, sei es bedauernswert, dass es die CDU es abermals nicht geschafft habe, sich aus der ideologischen Umklammerung der FDP zu lösen und statt dessen an einer finanziellen Unterstützung seitens des Bundes zu arbeite.

„Milliarden für die Banken im Rahmen der sogenannten Griechenlandrettung sind der Regierung offenbar wichtiger als die Zukunft von 25.000 Arbeitsplätzen, welche überwiegend von Frauen besetzt werden und deren Zukunft mit vergleichweise geringem Aufwand bereits sicherer wäre. Man male sich nur aus, es wäre um „Männerarbeitsplätze“, z.B. in der Automobilindustrie gegangen.“, so Krötz.

www.dielinke-coc.de