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Erfolgreiche Blockadeaktionen am und im Fliegerhorst Büchel

Von Jugendnetzwerk für politische Aktionen (JunepA)

Am Montag, den 12. September 2016, haben rund 35 Friedensaktivist_innen den Atomwaffenstandort Büchel erfolgreich und vielfältig blockiert. Dabei sind vor vier Toren Sitzblockaden errichtet worden. Diese wurden durch hohe Dreibeine (Tripods) und ein Betonfass verstärkt.

Neun Aktivist_innen konnten sich am frühen Morgen, anfangs unbemerkt, auf das Militärgelände bewegen und die Startbahn besetzen. Diese Gruppe wurde gegen 7:15 Uhr geräumt. Eine Person wurde der Polizei übergeben, in Gewahrsam genommen und erkennungsdienstlich behandelt. Die Übrigen wurden durch die Bundeswehr auf dem Gelände in einem Gebäude bis 11:30 Uhr festgehalten und wurden erst wieder frei gelassen, als die zuvor genannte Person schon längst aus dem Polizeigewahrsam zurückgekehrt war.

Die Aktivist_innen bauten die Blockaden vor den Toren selbstbestimmt um 10:30 Uhr ab, mit Ausnahme des Lutzerather Tors, wo sich zu diesem Zeitpunkt immer noch eine Person in einem Betonfass angekettet befand. Diese Person wurde gegen 12:30 Uhr durch die Feuerwehr unverletzt aus dem Betonfass geholt.

Einen gemeinsamen Abschluss fand der Aktionstag in einer Ballonbanner-Aktion direkt am Haupttor: „Lasst Ballons statt Bomben fliegen!“, hieß es auf dem gehissten Banner. Eine Kleingruppe wollte dem Bannerspruch konsequent gerecht werden. So befanden sich am Abend 99 Luftballons an langen Schnüren in der Einflugschneise des Fliegerhorstes.

Rückblickend sagt Fiona Rucke: „Mit unseren friedlichen Aktionen des Zivilen Ungehorsams haben wir gezeigt, dass wir mit der nötigen Entschlossenheit störender Sand im Getriebe der Kriegsmaschinerie sind.“

Initiiert wurden die vielfältigen Aktionen vom Jugendnetzwerk für politische Aktionen (JunepA), das schon mehrmals Blockaden in Büchel durchgeführt hat.

Der Betrieb der Militäranlage wurde von 5:15 Uhr an durch die antimilitaristischen Aktiven stark beeinträchtigt.