Schmuddel, Du bist nicht vergessen – Nazi-Aufmarsch in Dortmund muss gestoppt werden!
Von DIE LINKE. NRW
Am 28. März jährt sich der Mord an dem Punker Thomas Schulz (alias Schmuddel) durch den verurteilten Neonazi Sven Kahlin zum 10. Mal. Nazis, Faschisten und Anhänger der sogenannten „Hooligans gegen Salafisten“ (HogeSa) sowie der Partei „Die Rechte“ wollen die Geschichte ein weiteres Mal verdrehen und das Gedenken an Thomas Schulz besudeln. Azad Tarhan, Sprecher für Antifaschismus der LINKEN NRW erklärt dazu: "Die Rassisten, die ausgerechnet an diesem Tag wiedereinmal durch Dortmund marschieren wollen, greifen die Stimmung der 'Pegida'-Bewegung auf und schwadronieren in Ihrem Aufruf von der Überfremdung Deutschlands. Sie phantasieren eine Welle des 'nationalen Widerstands' herbei und ignorieren dabei offensichtlich, dass zu den 'Pegida'-Aufmärschen der rechten Aktivistin Melanie Dittmer in NRW, kaum noch Teilnehmer kommen. Zuletzt wurde ihr durch einen richterlichen Beschluss sogar Redeverbot auf der eigenen Kundgebung erteilt.
Leider konnte sich das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen trotz des für mich klar zu erkennenden positiven Bezugs der Anmelder auf den deutschen Faschismus nicht zu einem Verbot des Naziaufmarsches in Dortmund durchringen: Am Ende des durch und durch hetzerischen und rassistischen Aufrufs ist die Parole 'Wir sind das Volk, damals wie heute!' zu lesen.
Doch davon nicht genug: Auf der Kundgebung werden in der Naziszene einschlägig bekannte Gesichter reden. So etwa Dennis Giemsch, ehemaliger Kopf der inzwischen verbotenen Gruppe 'Nationaler Widerstand Dortmund', der auch bei dem Übergriff der 'Rechten' im Dortmunder Rathaus beteiligt war. Oder aber Sven Skoda, Nazi aus Düsseldorf, der sich vor allen Dingen der sogenannten 'Anti-Antifa-Arbeit' verschrieben hat und systematisch Daten über Nazigegner sammelt.
Wie so oft müssen AntifaschistInnen also selbst das Heft in die Hand nehmen. Das Bündnis 'BlockaDO' ruft zu Aktionen gegen die Neonazis auf und ich begrüße dies ausdrücklich! Die beste Art dem Punk an seinem Todestag zu gedenken, ist, sich aktiv den Nazis in den Weg zu stellen.“