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Moscheen brennen, während rechtes Gedankengut sich weiter ausbreitet

Von DIE LINKE. NRW

Anlässlich des Brandanschlags auf eine Moschee in Witten erklärt Azad Tarhan, Sprecher für antifaschistische Politik der Partei DIE LINKE in Nordrhein-Westfalen:

„Die rassistische Hetze von Bewegungen wie Pegida und Hogesa, aber auch aus Reihen der AfD und der Rechten zeigen inzwischen Wirkung: Die Gewalt gegen Muslime hat in den letzten Monaten massiv zugenommen, wie eine kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag erst kürzlich herausstellte. Wird dieser rassistischen Hetze nicht Einhalt geboten, ist es nur eine Frage der Zeit, bis  Muslime durch rassistische Anschläge zu Tode kommen. Bei dem Brandanschlag auf die Moschee in Witten wäre es beinahe schon zu Toten gekommen: In einem Raum neben dem Brandherd befanden sich 15 betende Muslime. Moscheen sollten daher in Absprache mit den entsprechenden muslimischen Gemeinden stärker durch die Polizei geschützt werden.

Extrem gewaltbereite Gruppierungen wie Hogesa oder die sogenannten autonomen Nationalisten treten immer selbstbewusster in unseren Städten auf und hetzen vor allen Dingen gegen Muslime und Flüchtlinge.

Inhaltlich flankiert wird diese offen gewaltbereite rechte Szene durch eher bürgerlich anmutende Gruppierungen, wie die AfD oder die Pegida-Bewegung. Mögen die angewandten Mittel sich unterscheiden, das Ziel all dieser rechten Gruppen bleibt gleich: Sie stellen Muslime unter Generalverdacht, in das sogenannte Sozialsystem einzuwandern, Terror zu fördern oder Integrationsverweigerer zu sein. Sie stellen Muslime als Übel unserer Gesellschaft dar und wollen angeblich das christlich-abendländische Weltbild vor dem Untergang bewahren, indem sie alles, was sich nicht diesem Weltbild beugen will, ausweisen. Das hört sich verdächtig nach der Nazi-Parole ‚Deutschland den Deutschen – Ausländer raus!‘ an, ist aber doch subtiler und daher akzeptierter in der Mitte der Gesellschaft.“ Tarhan abschließend: „Es bleibt dabei: Muslime gehören zu uns wie jede andere religiöse Gemeinschaft in Deutschland auch. Sie sind Teil unserer Gesellschaft ebenso, wie nicht Gläubige Menschen, egal wo sie herkommen!

Ungemütlich muss es für Nazis und andere Rechte in Deutschland werden.

Antifaschistischer Protest und Blockaden gegen Nazi-Aufmärsche sollten gesellschaftlich noch breiter akzeptiert, statt von Polizei und Staatsanwaltschaft kriminalisiert werden.“