In der Tradition der SS: Dortmunder Nazi will wissen, wo Juden wohnen
Von DIE LINKE. NRW
Der bekannte Dortmunder Neo-Nazi Dennis Giemsch stellte in der gestrigen Sitzung des Rates der Stadt Dortmund die Anfrage wie viele Menschen jüdischen Glaubens in welchen Stadtbezirken in Dortmund leben. Azad Tarhan, Mitglied des Landesvorstandes der Partei DIE LINKE in Nordrhein-Westfalen ist empört:
„Es ist ungeheuerlich, dass einem Nazi wie Giemsch über solche Anfragen eine öffentliche Plattform gegeben wird. Alle wissen, wofür Giemsch steht: Er demonstrierte mit Holocaustleugnern für deren ‚Rehabilitierung‘, war bis zum dessen Verbot aktiv im sogenannten Nationalen Widerstand Dortmund und hat nun nach dem Abgang von Siegfried Borchardt, auch SS-Siggi genannt, sein Mandat im Stadtrat übernommen.
Nach alter SS-Manier will er nun wissen, wo in Dortmund Jüdinnen und Juden wohnen. Ich gehe davon aus, dass die Anfrage im Rat der Stadt nicht beantwortet wird, alles andere wäre ein Sieg der Rechten. Dieses Vorgehen lässt aber keinen Zweifel an der Absicht Giemschs und seiner Partei: Wie in der Zeit des Deutschen Faschismus wollen sie wieder jagt auf Juden und Andere machen. Dagegen ist Widerstand angesagt. Meiner Ansicht nach sollten sich alle Bürgerinnen und Bürger, alle Ratsmitglieder und alle Verwaltungsangestellten, die einen antifaschistischen Grundkonsens teilen, zusammenschließen und Giemsch den Zutritt in die Räumlichkeiten der Stadt verwehren. Nazis haben keinen Platz in unserer Gesellschaft, weder in den Parlamenten noch auf der Straße. Wo sie ihre Hetze verbreiten wollen, ist ziviler Ungehorsam Pflicht!“