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Grüne Helfer für einen Euro

Von Werner Kelm

Sie reinigen, pflegen und pflanzen auf Spielplätze, in Park – und Grünanlagen, vor öffentlichen Gebäuden und arbeiten bei Wind und Wetter, teils auch hart körperlich. Ökologisch Wertvoll und für eine schöne grüne Stadt. Sie schufen Atrium und Insektenhotel, im Projekt Natur und Umwelt - die Ein Euro Jobber der Kreisstadt Unna!

Nun soll das Projekt zwei Jahre weiter geführt werden, jedenfalls wollen es so unsere Sozialdemokraten und für schlappe 80 000 Euro pro Jahr hat der Kämmerer diese „Beschäftigungsmaßnahme“ im Haushalt schon eingeplant. Bis zu 15 Hartz IV Bezieher sollen nächstes Jahr dazu zwangsverpflichtet werden. Für einen Euro die Stunde, ohne Sozialabgaben oder gar Rentenbeiträge und ohne Zukunft zur Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt! Dazu wurden sie mal geschaffen, aber schon die früheren Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen haben dies nie erreicht. Auch sollten diese Ein Euro Jobs nur zu sozialen und nicht wiederkehrenden Arbeiten geschaffen werden. Die Hälfte der Jobs die geprüft wurden, so hatte erst kürzlich der Bundesrechnungshof bemängelt , fehlten die Voraussetzung zur staatlichen Förderung.

Obwohl diese Garten und Landschaftsbauarbeiten reine Arbeitsplätze sind, wurden sie nun von den Stadtbetrieben in den letzten Jahren aus Sparzwängen abgeschafft, obwohl sie notwendig sind.

Im Gegensatz will die Kreisstadt Unna 150 000 Euro für ein neues Pflaster vor der Stadtkirche ausgeben, damit sie diese Fläche bei Veranstaltungen mit benutzen darf.

Für dieses Geld könnte man 10 Menschen ein Jahr lang beschäftigen und sie könnten sich dann auch ein anständiges Mittagessen während der kräftezehrenden Arbeit leisten, was man bei einen Euro wahrlich nicht kann.

Statt ihre armen Bürger zu knechten, wäre die Kreisstadt Unna besser beraten einen tariflich gesicherten öffentlichen Beschäftigungssektor zu schaffen.