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DIE LINKE unterstützt GDL-Streik: „Gerade im Ruhrgebiet sollte man Solidarität zeigen“

Von DIE LINKE. Essen

„Nicht über die Lokführer schimpfen, sondern sich an ihnen ein Beispiel nehmen!“ so die Aufforderung der Essener Sprecherin der Partei DIE LINKE, Sonja Neuhaus, an die Essener Bürger. „ Natürlich ist es unangenehm, an irgendeinem Bahnhof zu stranden. Man sollte aber nicht vergessen, dass nicht die GDLer diese Situation herbeigeführt haben, sondern der Bahn-Vorstand, der stur die Forderungen der Gewerkschaft ablehnt.“

DIE LINKE unterstützt die Forderungen der GDL nach einer 5-prozentigen Lohnerhöhung und nach einer Arbeitszeitverkürzung um zwei Stunden. Die Zeit der Lohnzurückhaltung müsse vorbei sein und auch die Verkürzung von Arbeitszeiten gehöre wieder auf die Tagesordnung. Insofern sei der Kampf der Lokführer beispielhaft.

Vielfach werde jetzt die Gewerkschaft für die Situation verantwortlich gemacht und der verständliche Ärger der Fahrgäste über Verspätungen und Zugausfälle auf die Lokführer umgelenkt, denen zudem noch vorgeworfen werde, es ginge ihnen nur um den Konkurrenzkampf zur anderen Bahngewerkschaft und um Mitgliederwerbung. Dabei werde unterschlagen, dass das Bahn-Management „ein Stillhalteabkommen, also einen Verzicht der GDL auf Streik, zur Voraussetzung für das unverschämt geringe Angebot von 2 % Lohnerhöhung gemacht hat“, so Michael Steinmann, ebenfalls Sprecher der Essener Linkspartei. „Und dieses Stillhalteabkommen sollte dann auch noch gelten, bis die Bundesregierung das von ihr geplante Gesetz zur Tarifeinheit durch die Parlamente gebracht hat – wodurch es für die GDL noch schwieriger wird, für ihre Forderungen zu kämpfen.“

Bevor man also die Gewerkschaft einseitig verurteile, solle man sich umfassend über die Situation und die wahren Verantwortlichen informieren, so die die Essener LINKE. „Und gerade wir Ruhris wissen, dass Streiks legale und legitime Mittel im Arbeitskampf sind“, sagt Sonja Neuhaus abschließend, „im Ruhrgebiet wurden viele Arbeitskämpfe geführt, hier weiß man, was Solidarität bedeutet. Darum wünschen wir den Lokführern viel Erfolg bei der Durchsetzung ihrer Forderungen.“