Die Azubis, haben gekämpft! Und wir?
Schluss mit Lohnverzicht durch gemeinsame Aktion!
Von Revolutionäre Initiative Ruhrgebiet
ThyssenKrupp geht es besser. Nur uns nicht. Während der Konzern wieder Gewinne macht, sollen wir in die Röhre schauen.
Die Wirtschaftspresse kennt die Lage des Konzerns genau: „ThyssenKrupp hat im vergangenen Quartal den Gewinn um fast ein Drittel gesteigert“ (DAF 12.5.15). „ThyssenKrupp (will) das laufende Geschäftsjahr nun mit 1,6 bis 1,7 Milliarden Euro Gewinn abschließen“ (RP-online 13.5.15). „ThyssenKrupp lässt damit (…) eine der schwersten Krisen der über 200-jährigen Unternehmensgeschichte hinter sich“ (FAZ 12.5.15). Aber was haben wir davon?
Was wir von Hiesinger lernen können
Die Profite steigen. Warum? „Die umgesetzten Maßnahmen aus dem Programm ´Best-in-Class Reloaded` wirkten sich deutlich positiv auf das Ergebnis aus (Pressemitteilung Thyssen-Krupp, 12.05.2015). Seit September 2013 ist der TK-Aktienkurs um ein Drittel gestiegen.
Mit anderen Worten:
Die Kostenersparnis durch die Lohnsenkung mit der 31-h-Woche wandert direkt in die Taschen der Aktionäre!
Das ist es, was wir von Hiesinger lernen können: Er vertritt knallhart und ohne Kompromisse seine persönlichen Interessen und die Klasseninteressen der Aktionäre! Das tun wir umgekehrt leider nicht!
Lohnverzicht bis 2020?
Nach dem Haustarifvertrag zur Beschäftigungssicherung vom 18.9.2013 dauert der Lohnverzicht über die 31-Stunden-Woche bis zum 30.9.2018. Und danach geht die Lohnsenkung mittels 33- bzw. 34-Stunden-Woche bis zum 30.9.2020 weiter.
Was ist das denn? Haben Segerath, Back (CDA) und Wetzel noch nie etwas von einem Konjunkturaufschwung gehört, der im Kapitalismus unweigerlich auf die letzte Wirtschaftskrise 2007 folgen wird?
Der Verzichtstarifvertrag sorgt dafür, dass bis 2020 von dem Konjunkturaufschwung allein die Aktionäre profitieren, wir nicht.
Was ist mit der Beschäftigungssicherung?
Selbst die Beschäftigung ist nicht gesichert. Seit der Betriebsratswahl 2014 sind 117 Arbeitsplätze vernichtet worden. Der Personalabbau geht weiter.
Die Arbeitsverdichtung steigt
Der Arbeitsdruck hatte schon mit der 35-h-Woche zugenommen. Seit 2013 ist er noch mehr gestiegen. Zurück zur 35-h-Woche heißt mit vollem Lohn- und Personalausgleich.
Aktionen wie bei den Azubis
Durch die Aktionen der Azubis und die Überstundenverweigerung wurde die Übernahme aller Ausgelernten durchgesetzt. Das war ein voller Erfolg!
Warum werden wir nicht gemeinsam gegen Lohnverzic