Das Ende der Leiharbeit am Uniklinikum Essen ist ein Erfolg der Beschäftigten
von NRW-Fraktion DIE LINKE.
In einer Personalversammlung wurde gestern durch die Personalratsvorsitzende, Alexandra Willer, das Ende der Leiharbeitsagentur PSG bekannt gegeben. Die Fraktion DIE LINKE im Landtag NRW begrüßt diesen Schritt. Der Fraktionsvorsitzende und gesundheitspolitische Sprecher, Wolfgang Zimmermann, erklärt dazu: "Das ist ein Erfolg der Beschäftigten und der Gewerkschaft, die durch jahrelange kontinuierliche Proteste erkämpft haben, dass jetzt endlich alle Beschäftigten den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit bekommen. Ich gratuliere ver.di, dem Personalrat, der gesamten Belegschaft und allen voran den kämpfenden 323 Betroffenen für diesen großen Erfolg".
Für die bildungspolitische Sprecherin Gunhild Böth ist es bedauerlich, dass Wissenschaftsministerin Svenja Schulze sich diesen Erfolg jetzt ans eigene Revers heften möchte. "Der Vorstand hat die Schließung der PSG mit den anhaltenden betriebsinternen Spannungen und dem Imageverlust begründet. Für keinen dieser Gründe ist Ministerin Svenja Schulze verantwortlich, sondern einzig und allein die Beschäftigten." "Die Ministerin selber kann die PSG auch gar nicht auflösen", erklärt Böth weiter. "Schließlich handelt es sich beim Uniklinikum um eine rechtlich eigenständige Anstalt öffentlichen Rechts. Es wäre anständiger von der Ministerin gewesen, den Beschäftigten zu ihrem Erfolg zu gratulieren und sich nicht selber in den Vordergrund zu stellen. Stattdessen hätte sie ihren parteiinternen Einfluss lieber auf den Vorstand der SPD-nahen AWO richten sollen, dort werden in Essen in anderen Bereichen ebenfalls Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter eingesetzt."