DIE LINKE. Gütersloh: Ein Gespenst geht um - Gesine Lötzsch und der Kommunismus
Die Vorsitzende der Partei DIE LINKE hat das Wort Kommunismus benutzt. Das Geschrei in den bürgerlichen Medien ist groß. Denn in einem waren sich die Herrschenden in diesem Land immer einig. Vom Kaiserreich über Nazi-Deutschland, den reaktionären Adenauerstaat bis in die Gegenwart; ob Monarchist, Faschist oder bürgerlicher „Demokrat“: Der Antikommunismus eignet sich bestens um vom Versagen des Kapitalismus abzulenken und jede Alternative diskussionslos zu verdammen. Da werden selbst Elend und Krieg, Diktatur und Faschismus in Kauf genommen.
Zum Erfolg dieser Strategie hat das katastrophale Scheitern vieler der bisherigen Versuche eine gesellschaftliche Alternative aufzubauen erheblich beigetragen. Wie viel Katastrophen müssen aber noch geschehen, bis auch der Letzte begriffen hat: Der Kapitalismus kann weder die sozialen noch die ökologischen Probleme der Menschheit lösen. Demokratie funktioniert nicht, wenn wirtschaftliche und mediale Macht dermaßen konzentriert sind. Nicht umsonst enthalten die nach dem Zusammenbruch des Faschismus entstandenen bundesdeutschen Landesverfassungen deutliche Forderungen nach der Vergesellschaftung von Banken und Schlüsselindustrien. Auch die „Väter“ des Grundgesetzes konnten damals nicht leugnen: Faschismus und Krieg sind ein Resultat des Kapitalismus. „Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. (…) Inhalt und Ziel (einer) sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein, “ so wusste 1947 selbst die CDU in ihrem Ahlener Programm.
Nur DIE LINKE scheint aber aus der Geschichte wirklich gelernt zu haben. Aus zwölf Jahren Faschismus ebenso wie aus 60 Jahren Bundesrepublik und 40 Jahren DDR.
Es empfiehlt sich den Aufsatz zu lesen, den Gesine Lötzsch aus Anlass der Rosa-Luxemburg-Konferenz am kommenden Wochenende geschrieben hat. So schreibt sie: „Wenn Kommunismus das Gemeinschaftliche betont und der Liberalismus den einzelnen, dann wollte Rosa Luxemburg beides zugleich – höchstmögliche Gemeinschaftlichkeit bei der Kontrolle darüber, dass Eigentum und Macht im Interesse aller gebraucht werden, und größtmögliche Freiheit individueller Entfaltung, radikaler Kritik und Öffentlichkeit.“ (Quelle: http://www.gesine-loetzsch.de/)
In diesem Sinne begrüßen wir die Diskussion über alternative Gesellschaftsmodelle und den Demokratischen Sozialismus.
Michael Pusch, Sprecher DIE LINKE. Kreisverband Gütersloh
Ludger Klein-Ridder, Sprecher DIE LINKE. Stadtverband Gütersloh
Marco Lehmann, Sprecher Linksjugend [‘solid] Kreis Gütersloh