Die Arbeit in der Pflege muss attraktiver werden
MdB Inge Höger unterstützt die bundesweite Pflegeaktionswoche von ver.di
„Gute Pflege braucht ausreichend qualifiziertes Personal. Personalmangel, schlechte Bezahlung und eine zu geringe Qualifikation wirken sich unmittelbar auf die Qualität der Pflege aus. Das ist für DIE LINKE nicht länger hinnehmbar“, so die Bundestagsabgeordnete der LINKEN, Inge Höger aus Herford.
Zudem dürfe die Arbeit in der Pflege nicht länger krank machen. Die Arbeitszeiten in der Altenpflege überschritten schon lange die Belastungsgrenze der Beschäftigten. Permanent würden Gesetze und tarifliche Regelungen verletzt. „Das Arbeitszeitgesetz gilt auch in der Altenpflege und ist einzuhalten. Wir brauchen dringend mehr gut ausgebildete Pflegekräfte, die gut bezahlt werden. Pflege ist eine schwere und verantwortungsvolle Tätigkeit. Dies muss endlich anerkannt werden“, so das stellvertretende Mitglied im Gesundheitsausschuss.
DIE LINKE streite dafür, dass die chronische Unterfinanzierung der Pflegeversicherung endlich überwunden werde. Nur mit einer ausreichenden Finanzierung könne eine qualitativ hochwertige Pflege und eine leistungsgerechte Bezahlung der Pflegekräfte gewährleistet werden.
„Statt ‚still, satt und sauber‘ wollen wir ein Leben in Würde und Selbstbestimmung ermöglichen. Hierzu ist der enge, verrichtungsbezogene Pflegebegriff endlich neu zu definieren. Mit der solidarischen Bürgerinnen- und Bürgerversicherung in der Pflege können die notwendigen Leistungsausweitungen solide und gerecht finanziert werden“, betont die Bundestagsabgeordnete.
Die Pflegereform 2008 von CDU/CSU und SPD helfe den pflegebedürftigen Menschen, ihren Angehörigen und den Pflegekräften nicht weiter. „Noch nicht einmal der Wertverlust der Pflegeleistungen durch Inflation seit Einführung der Pflegeversicherung 1995 wird ausgeglichen. Es bleibt damit bei einer dauerhaften Leistungsminderung.“