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Das Gefühl der Ohnmacht

Mahnwache am 30.11.2010 für unseren Mitstreiter Jörg G. ein weiteres Hartz IV Opfer

Von Margit Marion Mädel und Christian Stroba

Die eisige soziale Kälte greift um sich und verlangt erneut seinen Tribut, in diesem Fall trauern wir um unseren Mitstreiter und Freund Jörg G. der am 1. Advent 2010 seinem viel zu kurzen Leben ein Ende setzte. Ausweglosigkeit in einer Gesellschaft, deren Platz sich hauptsächlich durch Konsumverhalten und Erwerbstätigkeit definiert, bleibt kein Platz für Erwerbslose. Sie gehören zu den Verlierern unseres vorherrschenden Systems. 
Er hatte Träume und Ziele wie fast jeder von uns und wollte für seinen Lebensunterhalt selber sorgen können am besten "DURCH ARBEIT" von der Mann und Frau leben kann! Diese Chance bekam er nicht...
Ich arbeite also bin ich. Was aber bin ich ohne Arbeit? Realität entspricht für viele Existenzen allerdings in einer charakterlichen Veränderung in der Mann und Frau sich nur noch als scheinlebendig erlebt gemäß dem Motto "ich kann sowieso nichts ändern, denn das ist die Erfahrung die viele machen".
Höxter im "Schock-Zustand"?
Dieses Gefühl hatten die MitstreiterInnen des Sozialen Zentrum Höxter e.V., während der  Mahnwache auf dem Marktplatz in Höxter. Die BürgerInnen reagierten schockiert - "... aber doch nicht in Höxter..."! Die ländliche Idylle war für einen kurzen Moment in einen Zustand der Ohnmacht.
Viele blieben kopfschüttelnd und sprachlos stehen, während seine FreundInnen schweigend Abschied nahmen.
"Wenn ein Freund weggeht, muss man die Türe schließen, sonst wird es kalt" (Bertolt Brecht)
Wir trauern um einen Freund und Mitstreiter.
Soziales Zentrum Höxter e.V.
30.11.2010
Margit Marion Mädel und Christian Stroba