„Behindertenpolitik ist Gesellschaftspolitik“
Regelmäßige Berichterstattung im Stadtrat wäre hilfreich
Herford. „Behindertenpolitik ist Gesellschaftspolitik“ – dieser Feststellung von Klaus Fromme und Hans-Gerd Adolphy von der Behindertenberatung der Diakonie konnten sich auch die drei Politikerinnen und Politiker der Herforder LINKEN, MdB Inge Höger, Eva Peseke und Klaus Jackel (Kandidatin und Kandidat für den Kreistag) mühelos anschließen. Denn: „Von einer vernünftigen Behindertenpolitik profitiert die gesamte Gesellschaft.“
So umfangreich die Thematik war, so vielfältig wurde sie auch behandelt, wobei die bundes-, landes- und kommunalpolitische Ebenen gleichermaßen angesprochen wurden. So ging es ebenso um ein bedarfsdeckendes, einkommens- und vermögensunabhängiges Assistenzgesetz wie um integrative Schulformen, zu deren Einrichtung es noch zahlreicher Gespräche, aber auch Umbauten zwecks Barrierefreiheit bedürfe.
Behinderte sollten sich nach den Kommunalwahlen auch als Ratgeber und Sachverständige in die neuen Ratsfraktionen einbringen, lautete eine Forderung aus der Expertenrunde, und darauf drängen, dass mindestens einmal pro Jahr vom Fachamt der jeweiligen Stadtverwaltung ein Behindertenbericht vorgetragen würde, der die Entwicklung in der Kommune dokumentiere. Eine solche, regelmäßige Bestandsaufnahme sei gleichermaßen wichtig für die Entscheidungsträger, die sich nicht immer in die Situation von Behinderten hinein versetzen könnten, als auch für die Betroffenen selber, die dadurch über die neuesten Einrichtungen und Verbesserungen informiert würden.