Tagebau Hambach stoppen
LINKE fordern Ausstieg aus der Braunkohle
Friedlicher Protest schützt uralten Wald und wird kriminalisiert
Der friedliche Protest gegen den größten Tagebau Europas ist nicht nur ökologisch berechtigt und schützt einen tausend Jahre alten Wald. Die Protestierenden handeln auch im Interesse der Menschen in der Region, fordert der LINKE Landessprecher Rüdiger Sagel den Ausstieg aus der Braunkohle.
"Die Baumbesetzer im Hambacher Forst schützen vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten, ihre Festnahme soll ihr Anliegen jedoch kriminalisieren. Die Räumung muss gestoppt werden, denn RWE will lediglich einen maximalen Profit herausschlagen und seine Interessen rücksichtslos gegen Menschen und Umwelt durchsetzen.
Die Braunkohleverstromung ist mit rund 90 Millionen Tonnen Co 2 Ausstoß in NRW die umweltschädlichste Energieerzeugungsart und in diesem Jahr noch um 6 Prozent gestiegen. Auch der Braunkohleabbau, in diesem Jahr wohl über 100 Millionen Tonnen, zerstört ganze Dörfer und das Grundwasser der Region."
Die Vernichtung eines 40 Quadratkilometer großen Waldgebietes durch RWE-Power ist ein einmaliger Umweltfrevel in Europa, kritisiert Sagel, auch als Dipl.Ing. Bergbau, das Vorgehen des Energiekonzerns. "DIE LINKE.NRW unterstützt die Kampagne für den sofortigen Braunkohleausstieg "ausgeco2hlt" und unterstützt die Solidaritätsaktionen im Laufe des heutigen Tages unter anderem in Köln, Essen, Hamburg und Berlin.