Skip to main content Skip to page footer

Rundumschlag in Köln war wiederum erfolgreich!

Entstanden aus einem Mobilisierungstreffen gegen den G8 – Gipfel in Heiligendamm, hat sich der jährliche „Rundumschlag“ in Köln als ein Aktivistentreffen anscheinend etabliert.
Am Samstag, dem 6. März war es wieder einmal soweit: Ab 11 Uhr vormittags gab es reichlich Gelegenheiten, sich zu informieren, zu diskutieren und sich kennenzulernen. Die Aktiven aus friedensbewegten, globalisierungs-kritischen, ökologischen, feministischen, linken Gruppen trafen sich von morgens um 11 Uhr bis abends um 19 Uhr.
Obwohl es morgens schneite und ein eisiger Wind wehte, kamen zum Eröffnungs-'fishbowl' (siehe Bild Rechts) bereits siebzig bis achtzig Leute - am Ende waren es gut 150 BesucherInnen. Die Workshops waren in drei Blöcken über den Tag verteilt und dauerten jeweils anderthalb Stunden.
Die thematische Breite reichte dabei vom Krieg in Afghanistan, über Fragen der Krisenintervention, Bildungsstreik, ‚Wachstumswahn’, linken Internationalismus, Bolivien, Armutsentwicklung, Islamophobie bis zu den Kölner „Zahltag“-Aktionen.
Es ist unmöglich, hier auf all die oft tiefgehenden inhaltlich oft weitreichenden Thematiken dieser „linken Tages-Uni“ einzugehen. Der SALZ- Bildungskreis Köln konzentrierte sich thematisch auf den Bildungsstreik und hatte dazu Mitglieder der Uni-Streikleitungen von Köln und Essen eingeladen.

In kurzen Einführungsreferaten gingen die beiden Referenten Jens und Jan auf die Streikhintergründe ein. Thematisiert wurden dabei sowohl die soziale Situation der Studenten und der Uni-Beschäftigten, sowie die Ablösung des klassischen Bildungsideals durch formalisierte „Kompetenz“–splitter.
In der anschließenden Diskussion, die stark von Vertretern der „ALT“- Studentenbewegung bestritten wurde, wurde über den emanzipativen Gehalt des klassischen Bildungsideals sowie über die Ökonomisierung von Bildungsprozessen gesprochen. Dabei kamen leider die außeruniversitären Bildungseinrichtungen in der Debatte nicht vor.
Allerdings wurde die ganze Komplexität dieser Thematik sehr plastisch durch die Beiträge verdeutlicht.
Die Teilnehmer dieser Tagesveranstaltung waren stolz, dass der bolivianische Botschafter in Deutschland, Walter Prudencio Magne, sich ebenfalls aktiv in den „Rundumschlag“ einbrachte. (Rechts im Bild W.P. Magne (rechts) bei der Schlussrunde. Daneben R. Schmidt vom Veranstalterkollektiv).
Die Veranstalter der workshops sind aufgefordert, in den nächsten Tagen verwendete Materialien, Papiere und Referate aus einzelnen Themenbereichen im Netz einzustellen. Den Aktivisten werden sie dann für die weitere Arbeit unter www.G8-Pappnasen.de zur Verfügung stehen.
Der Vorbereitungskreis trifft sich Ende Oktober wieder, um dann den fünften Rundumschlag in 2011 vorzubereiten, der dann hoffentlich noch erfolgreicher wird.

 

h.hilse