Protest gegen pro Köln
von rotfrontorg
Am 26. Januar 2012, fanden sich ca. 200 Antifaschistinnen Antifaschisten in Köln-Porz zusammen, um gegen einen Infostand von pro Köln zu protestieren, und ihre Außenwirkung zu verunmöglichen.
Hintergründe
Die rassistische Partei pro Köln ruft zu einer Serie von Infoständen und Kundgebungen gegen angeblichen Asylmissbrauch auf, um ihre rassistische Ideologie auf die Straße zu tragen. Sie sehen Deutschland “überschwemmt” von Asylbewerbern und behaupten, Flüchtlinge kämen nach Deutschland, um auf der faulen Haut zu liegen und auf Kosten der Steuergelder zu leben.
In Köln-Porz sind momentan einige Flüchtlingsfamilien, vor allem Sinti und Roma, die in ihren Herkunftsländern verfolgt wurden, in einem Hotel untergebracht, weil es in Köln zu wenig Plätze in Flüchtlingsheimen gibt. Die Rassisten behaupten nun, die Flüchtlinge würden es sich bequem machen in diesem Hotel, und fordern gleichzeitig, keine weiteren Gelder für die Errichtung und Sanierung von Flüchtlingsheimen auszugeben.
Wir wissen aber, dass kein noch so schönes Hotel den Verlust, der durch die Flucht aus dem Herkunftsland entstanden ist, ausgleichen kann. Die Flüchtlinge kommen nach Deutschland, weil ihre Länder zerstört werden durch Kriege, weil sie verfolgt und diskriminiert werden. Sie können in ihren Ländern nicht leben aus den verschiedensten Gründen. Hunger, Armut und Krieg zwingen Menschen dazu, ihre Kontakte abzubrechen und ihr Herkunftsland zu verlassen. Sie erhoffen sich hier eine Perspektive, und werden mit der harten Realität in Deutschland konfrontiert: repressive und schikanierende Gesetze, Rassismus auf der Straße und im Ausländeramt, Rechtlosigkeit und Entmündigung. Wir heißen sie willkommen getreu dem Motto “Kein Mensch ist illegal!”, und stellen uns allen Rassisten in den Weg.
Kein schöner Tag für pro Köln
Am Samstag plante pro Köln, durch eine Kundgebung und Verteilen von rassistischer Propaganda, die Bevölkerung in Porz gegen die Flüchtlinge aufzuhetzen. Ihre Kundgebung konnte zwar aufgrund der Polizeipräsenz durchgeführt werden. Gehört und gesehen wurden sie jedoch aufgrund der anwesenden Demonstranten, die die jämmerliche, zehn Mann zählende Kundgebung von drei Seiten umzingelte und mit lautstarken Parolen störte, nicht. Die Protestkundgebung nahm auch Bezug auf den aktuellen Repressionsfall bezüglich der antifaschistischen Proteste und Blockaden in Dresden. Der Antifaschist Tim wurde zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt, weil er angeblich (Beweise gibt es dafür bis heute nicht) mit den Worten “Kommt nach vorne” zum Durchbrechen einer Polizeiblockade und Straftaten aufgerufen haben soll.
Nach weniger als zwei Stunden packte pro Köln ihren Stand mit Schirmchen wieder ein, und verließ unter Polizeischutz den Platz. Begleitet wurden sie dabei von antifaschistischen und wütenden Rufen. Auch einige Bewohnerinnen und Bewohner schlossen sich der antifaschistischen Kundgebung an.
Daneben wurde von Flüchtlings- und Anwohnrinitiativen im besagten Hotel ein Willkommensfest für die Flüchtlinge organisiert.
Kein Mensch ist illegal! Kein Fußbreit den Faschisten!
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