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Pro Köln will gegen Veranstaltung zur Polizeigewalt aufmarschieren

von Kölner Netzwerk kein mensch ist illegal

Am Mittwoch dem 24.04.2013 wollen die Mitglieder von Pro Köln mal wieder ihre rassistische Hetze verbreiten.

Anlass ist diesmal eine Veranstaltung in der Lutherkirche in der Kölner Südstadt, die den skandalösen und brutalen Polizeieinsatz gegen Flüchtlinge und deren UnterstützerInnen am 10.03.2013 in Köln-Ehrenfeld zum Thema hat.

Gegen diese Veranstaltung will Pro Köln mit einer Kundgebung protestieren.

Sorgen wir dafür, dass sie nicht ungestört ihre rassistische Hetze verbreiten können!

Außerdem rufen wir nochmal dazu auf die Info-Veranstaltung zur Polizeigewalt zu besuchen. Treffpunkt 18:30 Uhr vor Lutherkirche, Martin-Luther-Platz 4, 50677 Köln.

Bitte verbreitet diese Nachricht auf allen Kanälen weitere.

Informationen zu der Veranstaltung:

Veranstaltung zur Polizeigewalt in Köln Lutherkirche, Martin-Luther-Platz 2-4, Köln mit Gästen von der 'Refugees‘ Revolution Bus-Tour', der Opfer des NSU-Bombenanschlags in der Keupstraße und dem Kölner Rechtsanwalt Christian Kemperdick

"Pro Köln" ruft seine Anhänger für 19:00 Uhr zu einer "Mahnwache" gegen die Veranstaltung auf. Wir möchten darauf hinweisen, dass Anhänger von "Pro Köln" bei der Veranstaltung nicht willkommen sind!

Am 10. März 2013 überfielen Kölner Polizisten Flüchtlinge und UnterstützerInnen der „Refugee Revolution Bus-Tour“ in der Ehrenfelder Geisselstraße. Die AktivistInnen hatten ihren Besuch des Flüchtlingsheimes in der Nr. 19 angekündigt, verteilten dort Flugblätter und luden die BewohnerInnen zu ihrer für den selben Tag geplanten Kundgebung in Köln ein.

Die Beamten setzten Pfefferspray ein, verprügelten einzelne AktivistInnen und sparten dabei nicht mit rassistischen Beleidigungen. Im Polizeigewahrsam gingen die Übergriffe auf Festgenommene weiter, wobei auch hier wieder mehrere Personen verletzt wurden.

Offensichtlich hat die Kölner Polizei aus den Erfahrungen der vergangenen Jahren nichts gelernt. Nachdem am 19. Januar 2001 in einem deutsch-iranischen Geschäft in der Kölner Probsteigasse eine Bombe explodiert war und eine junge Frau schwer verletzt wurde, hatten die Behörden von vornherein einen rassistischen Hintergrund ausgeschlossen. Auch nach dem Bombenanschlag vom 9. Juni 2004 in der Keupstraße, bei dem 22 Menschen teils schwer verletzt wurden, ermittelte die Kölner Kripo nicht in der Naziszene, im Gegenteil.

Die Opfer und deren Angehörige gerieten unter Generalverdacht. Sie wurden jahrelang schikaniert, mussten nächtliche Hausdurchsuchungen, demütigende Verhöre und massive Anschuldigungen über sich ergehen lassen. Dass es sich tatsächlich um rassistische Mordanschläge der Nazi-Terror-Bande „Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)“ handelte, kam erst durch deren menschenverachtendes Propaganda-Video ans Licht.

Diese Vorfälle verbindet eines: Bei Polizei und Staatsanwaltschaft in Köln bestimmen ganz offensichtlich rassistische Einstellungen und Vorurteile die Ermittlungen. Gewalttätiges Handeln von Beamten wird verharmlost, gedeckt, Übergriffe werden nicht geahndet. Es wird Zeit, dass die Opfer von polizeilicher Gewalt in Köln öffentlich Gehör finden. Bei der Veranstaltung kommen Betroffene und ihr Anwalt zu Wort.

Veranstalter: Kölner Netzwerk kein mensch ist illegal, Ermittlungsausschuss Köln

www5.kmii-koeln.de/artikel/veranstaltung-zur-polizeigewalt-in-koeln