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Luftwaffenbundesamt Köln nimmt Fluglärm-Opfer nicht ernst!

Luftwaffenbundesamt hat kein Einsehen - Kreistag muss sich auf die Seite der Einwohner stellen!

Die Kreistagsfraktion DIE LINKE Birkenfeld hatte angeregt, ein Gespräch mit Vertretern des Luftwaffenamtes Köln zu führen, um die Thematik der militärischen Fluglärmbelastung im Kreis Birkenfeld, verursacht durch die Luft-Boden-Schießübungen im Bereich des als BOMBODROM genutzten Truppenübungsplatzes Baumholder, zu diskutieren und nach Möglichkeiten einer spürbaren Entlastung zu suchen.

Diese Chance wurde nach Ansicht der LINKEN von den Vertretern des Luftwaffenamtes bei der von der Kreisverwaltung Birkenfeld am 29. Januar 2013 durchgeführten Veranstaltung auf dem Umwelt-Campus Birkenfeld vertan!

Rainer Böß, der stellvertretende Fraktions-Vorsitzende der Kreistags-Fraktion:“Während ich davon überzeugt bin, dass Truppenübungsplatzkommandant Ingo Osbahr, der ja auch in der Region lebt, alles in seiner Macht stehende tut, um die Fluglärmbelästigung für die Menschen so gering wie möglich zu halten, haben sich die beiden Herren vom Luftwaffenbundesamt Köln während der Veranstaltung schnell als reine technikverliebte Bundeswehr-Werbe-Offiziere und Befehlsempfänger entpuppt, denen die Sorgen und Nöte der Menschen völlig egal sind. Persönliches Engagement oder Konfliktlösungsvorschläge – Fehlanzeige! Beschwerde-Statistiken, Flughöhen, rechtliche Vorschriften, alles andere interessierte diesen Herren nicht. Der Einzige auf dem Podium, der an diesem Abend ernsthaft Verständnis für die Situation der Betroffenen zeigte, war Landrat Dr. Schneider in seinen Schlussworten. Alles andere: „Technokratengebabbel“ ohne persönliche Anteilnahme!“

Viele der rund 100 Zuhörer_Innen, darunter einige Fluglärm-Opfer aus dem Saarland und der Pfalz, die vom Lärm der an- und abfliegenden Kampfflugzeuge ja auch betroffen sind, reagierten verständlicherweise zunehmend gereizt. Anwesende Vorstandsmitglieder der Bürgerinitiative gegen Fluglärm Kaiserslautern (Doris und Horst Emrich), aber auch andere fachkundige Zuhörer_Innen, darunter Ortsbürgermeister und Einwohner_Innen der vom Fluglärm besonders betroffenen Gemeinden im Kreisgebiet, machten auf etliche Ungereimtheiten im Vortrag des Offiziers aufmerksam. Viele fühlten sich verschaukelt und nicht ernst genommen.

Während im Juli 2012, nach dem Besuch der Bundestagsabgeordneten Inge Höger (DIE LINKE) auf dem Truppenübungsplatz von offizieller Seite noch von Luft-Boden-Übungen an 40 bis 60 Tagen in 2012 die Rede war, wurde jetzt auch bekannt, dass es in Wirklichkeit 80 Tage waren.

Angesichts der Tatsache, dass die Menge der Zuhörer_Innen zwar überschaubar war, aber erfahrungsgemäß für jeden aktiven Teilnehmer eine Vielzahl verärgerter und vom krankmachenden Fluglärm betroffener Menschen zu Hause bleiben und vorerst nur die Faust in der Tasche ballen, sollte nach Meinung der LINKEN zumindest der Kreistag Birkenfeld ein klares Zeichnen für die vom Fluglärm betroffenen Gemeinden und ihre Bürgerinnen und Bürger setzen.

Tanja Krauth, die Fraktions-Vorsitzende der LINKEN im Kreistag Birkenfeld:“ Spätestens wenn unser umfangreicher und detaillierter Antrag zur „Fluglärmbekämpfung im Kreis Birkenfeld“ zur Behandlung ansteht, wird sich zeigen, ob die anderen von den Bürgerinnen und Bürgern des Kreises gewählten Volksvertreter_Innen ihrer Verantwortung gerecht werden. Die Mitglieder des Kreistages und die Kreisverwaltung Birkenfeld sind verpflichtet, alles zu unternehmen, um Schaden von der Bevölkerung des Landkreises abzuwenden!“