L.E.O. – Die Linke Erwerbslosen Organisation ist online
von L.E.O. – Die Linke Erwerbslosen Organisation
Es wurde höchste Zeit, dass die 'Linke Erwerbslosen Organisation' in Köln sich eine Website* zulegt.
Sie haben den Löwen als ihr Wappentier gewählt, konnten sich aber nicht zum Plural durchringen. Sonst wären die Gemeinsamkeiten – die es sicher gibt – zwischen 'KEAs' und 'LEOs' noch etwas mehr. Die förmliche Schreibweise setzt sogar Punkte zwischen die Buchstaben. L.E.O. Die Linkspartei, unter deren Dach der Löwe <s>ruht</s> brüllt, liebt den Punkt.
Wie Die KEAs auch, bietet L.E.O. Beratungen zu Hartz IV und Begleitungen von Betroffenen und versteht sich ein Stück weit als Selbstorganisierung. Auch Aktionen sind L.E.O. nicht fremd.
Andererseits mögen es Welten sein, die beide Organisierungen voneinander trennen. Deshalb stellt sich die Frage nicht, ob und warum Köln zwei Erwerbslosenorganisierungen braucht. Wir brauchen sie und möglicherweise noch viele mehr, sofern der individuelle Bedarf (an individuellen Strukturen) offenbar nicht gedeckt scheint.
In einem jüdischen Witz – der sich freilich auf 'jiddisch' viel schöner anhört – verbietet der Rabbi beim Lesen des Talmuds das Rauchen. Wenn man aber sogar beim Rauchen den Talmud liest, geniest dies sehr wohl seine Anerkennung.
Ein bisschen ähnlich mag es sich mit L.E.O. und ihrer Anbindung an die Partei Die Linke verhalten. Man kann streiten darüber, ob es engagierten Erwerbslosen (taktisch) gut tut, sich in parteilichen Strukturen zu binden, andererseits stehen engagierte Erwerbslose der Partei und ihrem Programm sicher gut zu Gesicht.