"Kasernen ade! – Chancen und Risiken für die Region"
von Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner NRW
Friedenspolitische Tagung am 18.11. in Köln
Vor dem Hintergrund der Umwandlung der Bundeswehr zur „Armee im Einsatz“ wurde im Oktober 2011 die Schließung von 31 Bundeswehrstandorten bzw. die deutliche Verkleinerung von 91 Standorten bekannt gegeben. In NRW sollen die Standorte in Kerpen und Königswinter geschlossen werden.
Weitere Standorte wie z.B. in Rheine werden so weit verkleinert, dass sie nur noch eine geringe Rolle spielen, sechs weitere auch so weit, dass sie nicht mehr als eigenständige Standorte gelten. Für die Friedensbewegung ist die Umwandlung von Militärstandorten zu zivil nutzbaren Flächen auch immer ein realer Schritt der Abrüstung und der Zurückdrängung des Militärs aus der Fläche. Für die Menschen vor Ort überwiegt aber häufig die Sorge um die wirtschaftliche Zukunft der Region.
Zu den Chancen und Risiken für eine Region durch den Weggang des Militärs führt die Deutsche Friedensgesellschaft Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) NRW am Sonntag den 18. November in Köln eine Tagung durch. Beginn ist um 14:00 Uhr im Bürgerhaus Köln-Kalk, Kalk-Mülheimer Str. 58. Die Teilnahme ist kostenlos.
Durch die Umwandlung alliierter Kasernenanlagen in den neuen und alten Bundesländern nach Ende des Kalten Krieges liegt inzwischen ein großer Erfahrungsschatz mit solchen Umwandlungen vor. Auch in NRW sind für ehemaligen Standorten der britischen Rheinarmee, der belgischen Armee und auch der Bundeswehr neue Verwendungsmöglichkeiten gefunden worden: Wohngebiete, Energieparks Naturparks, Landesgartenschau. Vielfach wurden gute Erfahrungen mit den Umwandlungen gemacht. Studien kommen zu dem Ergebnis, dass die Regionen in der Regel vom Wegzug des Militärs keine Nachteile erfahren haben.
Was sind die richtigen Strategien, um antimilitaristisches Bestreben mit den Wirtschafts- und Lebensinteressen der Menschen an Militärstandorten zu verbinden? Welche Argumente gegen Militärstandorte können genutzt werden, um auch über die durchs Militär angestrebten Schließungen hinaus die weitere Umwandlung von Standorten einzufordern? Diesen und andere Fragen soll auf der friedenspolitischen Tagung nachgegangen werden.
Als fachkundige Refereten/innen sind dabei:
- Roland Vogt, Grünen-Politiker und ehemaliger Referatsleiter für Konversion in Brandenburg,
- Guido Wallraven, Projektleiter Klimakommune Saerbeck
- Andrea MacGregor, Aktionskreis Freie Senne.
Mehr unter: http://nrw.dfg-vk.de/themen/Facht12.xhtml