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Die aktuelle Lage in Griechenland

von Freidenkerverband - Köln

Samstag den 20. April um 16:00 Uhr
FREIDENKERZENTRUM NRW – Buslinie 106 bis Haltestelle „Rheinauhafen“
Straßenbahnlinie 15 oder 16 bis Station „Ubierring“
Referent: Hubert Schönthaler

Der Vortrag behandelt die wirtschaftliche und politische Entwicklung Griechenlands seit Herbst 2009, als die letzten Parlamentswahlen vor denen von 2012 stattfanden.

Seit Frühjahr 2010 läuft eine rigorose Sparpolitik, bestimmt von der Troika, bestehend aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfond (IWF) und unter dem Druck v.a. der deutschen Regierung.

Die einheimische Bourgeoisie und ihre politischen Repräsentanten, v.a. die sozialdemokratische PASOK und die konservative „Neue Demokratie“ (ND), korrupt bis ins Mark und verantwortlich für die desolate Lage des Landes, setzt willfährig das Spardiktat um, seit Juni 2012 assistiert von der reformistischen sogenannten „Demokratischen Linken“ (DIMAR).

Griechenland wird durch die diktierte Politik immer mehr zu einem Land mit Verhältnissen wie in der dritten Welt.
Doch die Arbeitnehmer, die Erwerbslosen, die Jugend und die Rentner wehrten sich von Anfang an mit Generalstreiks, durch die Bewegung der „Empörten“ und auch auf der Wahlebene. Die Wahlen im Mai und im Juni 2012 sahen den rasanten Aufstieg der Linkspartei SYRIZA („Bündnis der Radikalen Linken“) von 4,6 % im September 2009 über 17 % im Mai 2012 auf 27 % im selben Jahr.

Hauptleidtragender dieser Entwicklung war die PASOK, die entsprechend von 44 % in 2009 auf 10-12 % bei den Wahlen 2012 und auf 5-6 % bei den Meinungsumfragen seit Herbst 2012 absackte.
Doch die Bürgerlichen konnten sich bisher in der Regierung halten und die Lage der Masse der Bevölkerung wird immer schlimmer. Dies ist der Nährboden für die Entwicklung des Faschismus, dessen Partei „Goldene Morgenröte“ aus dem Nichts heraus bei den Wahlen 2012 stabil 7 % der Stimmen bekam und bei Meinungsumfragen seither zwischen 8 % und 14 % schwankt.

Diese Partei ist jetzt auf jeden Fall nach SYRIZA und ND drittstärkste Partei, eine ernste Gefahr für die griechische Arbeiterbewegung und Linke und für die Migranten.
Das Referat schildert die heutige Lage, die wirtschaftliche und politische Situation und geht dann auf die drei wichtigen Strömungen der griechischen Linken ein, neben SYRIZA die KKE (KP Griechenlands) und ANTARSYA („Antikapitalistische Linke Kooperation für den Umsturz“).

Zum Ende soll die Arbeit des Griechenland-Solidaritätskomitees Köln (GSKK) seit Juni 2012 vorgestellt werden, insbesondere seine Solidaritätsarbeit für die Beschäftigten des besetzten und selbstverwalteten Metallbetriebes VIOMET bei Thessaloniki.
Eintritt frei! Freiwillige Spenden möglich!
 
www.nordrhein-westfalen.freidenker.org