Aktionstag & Protestkundgebung - „Deutz AG“ raus aus dem Iran!
von Kampagne Antifa Teheran
Anlässlich des Weltfrauentags am Montag, den 08. März 2010, findet der 2. bundesweite Aktionstag der Kampagne „Antifa Teheran“ statt.
Unter dem Motto „Gegen religiösen Fundamentalismus, Sexismus und Homophobie – nieder mit dem islamistischen Regime im Iran!“ gibt es in zahlreichen Städten – u.a. in Berlin, Frankfurt, Freiburg, Bremen, Göttingen und Köln - Aktionen und Demonstrationen.
Nach verschiedenen Protestaktionen wird es im Kölner Stadtteil Kalk eine Abschlusskundgebung gegen die Geschäfte der „Deutz AG“ mit der iranischen Diktatur geben. Die BRD ist einer der wichtigsten Handelspartner der iranischen Diktatur. Etwa zwei Drittel der Industrie der islamischen Republik „stützen sich auf Maschinen und Anlagen deutschen Ursprungs“, konstatierte im Februar 2006 der Präsident der „Deutsch-iranischen Industrie- und Handelskammer“. Eine dieser Firmen ist die „Deutz AG“. Sie liefert nach eigenen Angaben „Dieselmotoren von 4 bis 440 KW“.
Nun ist es nicht nur interessant, wofür diese Motoren im Iran eingesetzt werden. Aufträge und Geschäfte dieser Art werden im Iran nicht mit Privatleuten, sondern mit der Pasdaran-eigenen Unternehmensgruppe „Ghorb“ getätigt. Es ist davon auszugehen, dass jedes größere Geschäft im industriellen Bereich direkt mit einer Regimefirma abgewickelt wird. Es muss also nicht gleich Waffentechnik sein: in einem Land, in dem die Paramilitärs die führende Wirtschaftsmacht sind, gibt es keinen „neutralen“ oder „harmlosen“ Handel mit Industriegütern.
Die Sprecherin der Kampagne, Nora Nagel, erklärt dazu:
„Nach der erfolgreichen Blockade des iranischen Generalkonsulats in Frankfurt, rufen wir zu einem kraftvollen Aktionstag auf. Denn während das deutsche Kapital einer der wichtigsten Handelspartner der sexistischen Diktatur im Iran ist, gilt unsere Solidarität den für Freiheit und Gleichberechtigung kämpfenden iranischen Frauen.““
Für die Kampagne Antifa Teheran
Nora Nagel