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Unterbacher See, Düsseldorf: Tödliche Jagd auf Gänse sofort beenden!

Ab sofort sollen auf städtische Anweisung  am Unterbacher See Gänse geschossen werden. Christiane Schnura, Bezirksvertreterin der DKP im für das Gänse-Revier zuständigen Rathaus Eller, prangert an, dass das nicht nur in der Schonzeit geschieht, sondern zudem entgegen aller gesetzlichen Normen ausdrücklich auch Jungtiere geschossen werden sollen. Die offizielle Begründung, dass die Gänse das Gelände unerträglich verschmutzen würden, ist laut Frau Schnura unhaltbar. Der tatsächliche Grund sei vielmehr, dass das Einsammeln des Gänsekots dem Zweckverband Unterbacher See zu aufwändig und zu teuer ist. Frau Schnura: "Das Töten von Gänsen und Junggänsen ist nicht nur eine ethisch unhaltbare Schandtat, es bringt zudem überhaupt nichts. Notwendig sind ökologisch eingebettete Maßnahmen."

Schon seit letztem Jahr sind die Hinterlassenschaften der Kanada-Gänse Thema in der Bezirksvertretung 08. Als Vertreterin der DKP im Rathaus Eller hat sich Christiane Schnura nicht nur konsequent gegen den Abschuss der Kanada-Gänse ausgesprochen, sondern von Anbeginn an ökologisch sinnvolle Lösungen gefordert. "Die Städte München und Planegg in Bayern haben umfassende Studien zu diesem Thema betrieben und praktizieren ökologisch eingebettete Maßnahmen. Die Untersuchungen haben eindeutig ergeben, die Jagd ist als Managementmethode vollständig ungeeignet." stellt Christiane Schnura fest.

Auch die geschürte Angst vor gesundheitlichen Schäden ist unbegründet. Untersuchungen in den USA (CORNELL 1996) kommen zu dem Ergebnis: "Grundsätzlich ist die Verkotung von Grasflächen durch Gänse für Menschen, die diese Flächen nutzen wollen, unschön. Ein gesundheitliches Risiko stellt sie jedoch nicht dar."

Bereits im Jahr 2008 wurden die Gänse zum Abschuss frei gegeben. Ein sinnloses Gemetzel, der Erfolg war gleich Null. Jetzt soll es trotzdem wieder so sein, dass einfach drauf los geballert wird. Obwohl Frau Schnura bereits 2008 forderte, dass rechtzeitigPläne entwickelt werden, wie Gänse und Badende friedlich nebeneinander den Unterbacher See genießen können. Von Lernfähigkeit der Verantwortlichen keine Spur.

Dabei machen es München, Planegg und viele andere Gemeinden bereits vor. Sie empfehlen als wirksame Maßnahmen zur Vertreibung der Kanadagänse: Schon ab dem Frühjahr sollten die Gänse regelmäßig verscheucht werden, damit sie sich gar nicht erst an diesen Freßplatz gewöhnen, leichte Scheuchmaßnahmen, Fütterungsverbot, für den Menschen ungiftige Geschmacksstoffe, die auf den Rasen aufgesprüht werden und bitter sind etc..

Selbst bei den Jägern ist der Abschuss von Jungtieren, die noch nicht fliegen können verpönt. Doch genau das wird am Unterbacher See angewiesen und praktiziert. Als Bezirksvertreterin und als Tierschützerin fordert Christiane Schnura ebenso wie die DKP in Eller die Stadt Düsseldorf sowie den Zweckverband Unterbacher See erneut auf, unverzüglich die Jagd zu beenden und die noch bis Anfang November dauernde Schonzeit einzuhalten.