Düsseldorf: „Wir sind alle §129 a und b!“
Am Samstag den 4 Juli trafen sich, vor der Düsseldorfer JVA in der Ulmenstraße, 50 Personen um für die Freilassung von Nuri E. und Faruk E. im Speziellen, aber auch für alle sonstigen politischen Gefangenen zu demonstrieren.
Zum Auftakt wurden zwei Redebeiträge auf türkisch sowie auf deutsch gehalten, denn die solidarischen Genossinnen und Genossen waren aus der Türkei, Griechenland, Kurdistan.
Danach ging es voller Entschlossenheit vom Eingang zum hinteren Teil der JVA. Auf dem Weg wurden Parolen wie „Es lebe die Freiheit – Yasasin Özgürlük“ oder „Wir sind alle 129 a und b“ skandiert.
Auf der Rückseite angekommen wurden weitere Reden gehalten sowie ein Beschwerdebrief, der sich an die Landesjustizministerin richtet, verlesen. Danach wurden noch ein paar Parolen gerufen, die diesmal auch von einzelnen Gefangenen erwiedert wurden. Für die Internationalisten drinnen und draußen war diese gegenseitige Verständigung natürlich so, als hätten sie für einen kurzen Moment die Mauern durchbrochen! Nach gut ein eineinhalb Stunden wurde die Versammlung von Seiten der Veranstalter aufgelöst.
Die Veranstaltung kann als Erfolg verbucht werden, doch allerdings bleibt für die nächsten Male zu hoffen, dass mehr Leute die Notwendigkeit von solidarischen Aktionen erkennen und dem Aufruf folgen. Denn egal ob hier oder für unsere Schwestern und Brüder in der Türkei, Kurdistan oder sonst wo, gilt:
SOLIDARITÄT IST EINE WAFFE!
Nächste Gelegenheit zu Solidaritätsbekundungen:
Am 6. Juli wird vor dem Generalkonsulat der Türkei, Cecilienallee 41,
40474 Düsseldorf um 11 Uhr eine Kundgebung für die vom Tod bedrohte Güler Zere stattfinden.
Rote Hilfe OG Düsseldorf/Mönchengladbach/Neuss