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Düsseldorf: Bezirksvertreter Hülsmann verlässt LINKE wegen Duldung antisemitischer und rassistischer Hetze

DIE LINKE.Düsseldorf verliert einen kommunalen Mandatsträger. Jürgen Hülsmann zieht aus der Duldung antisemitischer und rassistischer Äußerungen im Kreisverband die Konsequenz aus der Partei auszutreten. Vorausgegangen waren rassistische Mailwechsel innerhalb des Kreisvorstands die sich gegen die kurdischstämmige Kreissprecherin Zeynep Dere richteten sowie antisemitische und rassistische Äußerungen des Mitglieds Otto Henke. Henke hatte vor Zeugen Gysi einen "Judenbengel" und Obama einen "Nigger" genannt. Nachdem die Wahlversammlung am vergangenen Wochenende keine antisemitische oder rassistische Tendenz bei Henke zu erkennen vermochte und dieser bei einer Kandidatur die Mehrheit fand, der Kritiker Hülsmann jedoch abgestraft wurde, reichte es Hülsmann. 'scharf-links' veröffentlicht nachstehend sein Austrittsschreiben.

"Frau Dere, Herr Born,

wenn antisemitische und rassistische Äußerungen offen geduldet werden, und wenn - unter geiferndem Beifall der Masse der Patei - KritikerInnen dieser antisemitischen und rassistischen Hetze offen gedroht wird, und wenn "der wahre Führer" öffentlich ankündigt, Parteigelder zur Verfügung zu stellen, um interne Kritiker mit Prozessen zu überziehen, und wenn der Parteivorstand frauenfeindlichen Tendenzen mit "politischer Duldungsstarre" begegnet, und wenn der Parteivorstand bei alledem wegschaut und menschenverachtende Äußerungen politisch deckt, nur um selbst "zu überleben", spätestens dann ist es Zeit für mich zu gehen!

Hiermit erkläre ich meinen Austritt aus der Partei "DIE LINKE", deren politische Entwicklung in Düsseldorf auch erschreckende stalinistische Züge aufweist, die einer demokratischen, solidarischen und antirassistischen Politik diametral entgegenstehen.

Jürgen Hülsmann"