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Pferde im Karnevalszug sind kein „Muss“

Von Netzwerk für Tiere Köln

Netzwerk für Tiere Köln mit dem „traurigen Geist der Karnevalspferde“ im Geisterzug

Das Netzwerk für Tiere Köln (NTK) erfreut sich an wachsendem Zuspruch für ihr Engagement, den Karneval pferdefrei zu bekommen. „Der Zuspruch am Straßenrand des Geisterzuges hat selbst uns in diesem Jahr positiv überrascht“, berichtet Natalie Steffen vom Netzwerk für Tiere Köln. „Wir haben sehr viele Daumen hoch erhalten.“

Mit einem großen weiß angesprühten Kuscheltierpferd, als trauriger Geist der Karnevalspferde, ist das NTK im Geisterzug, der in diesem Jahr in Köln-Mülheim stattgefunden hat, mitgelaufen und hat Rote Karten für Rosenmontag verteilt. Jetzt hofft das NTK, dass immer mehr Menschen Rosenmontag den Reiter*innen eine Rote Karte zeigen und damit einen pferdefreien Karneval fordern, ohne Tierquälerei und ohne Sicherheitsrisiko für die Jecken.

„Die einzigen „Argumente“, die wir immer wieder vom Kölner Karneval hören, sind, Tradition, Kulturgut und „ein Muss“. Tierquälerei sollte jedoch keine Tradition und kein Kulturgut sein, vor allem ist sie kein Muss“, so Nadine Kellner vom NTK. „Bonn verzichtet bereits auf den Einsatz von Pferden und 2019 fand sogar der Kölner Rosenmontagszug wegen des Sturms ohne Pferde statt. Warum sollte das nicht weiterhin möglich sein? Völlig absurd, dass der Einsatz von Pferden ein Muss sein soll, wie Hajo Jennes vom Festkomitee Kölner Karneval es dem Express genannt hat! Pferde sind Fluchttiere und ein lautes Fest, mit einer Menschenmenge und fliegender Kamelle sind keine Umgebung für Pferde. Der Stress bei den Pferden ist ohne Weiteres sichtbar!“

Das NTK wird auch in diesem Jahr das Leiden der Pferde im Rosenmontagszug wieder dokumentieren, veröffentlichen und zur Anzeige bringen. „Abgesehen davon, dass eine Zurschaustellung von Tieren verboten ist, sobald diese zu einem Leiden der Tiere führt, hat der Kölner Karneval vor, sich nicht einmal an die laschen Leitlinien aus NRW zu halten“, berichtet Mika Levin Casper vom NTK. „Unter anderem wird dort empfohlen, die Pferde gemeinsam und alle direkt am Anfang des Zuges mitlaufen zu lassen. Wir sind gespannt, wie ignorant der Kölner Karneval in diesem Jahr mit den Leitlinien umgeht. Was jedoch kann man erwarten, wenn offenbar die Überzeugung vorherrscht, dass Veranstaltungen wie diese den einzigen Daseinszweck der Tiere bilden… Hier sehen wir, wie wenig sie sich für Tierschutz interessieren.“

Genannter Artikel im Express:

https://www.express.de/koeln/karneval/33-geisterzug-tierschuetzer-gegen-pferde-im-rosenmontagszug-731892

Zitat zum Daseinszweck der Tiere von Hajo Jennes:

https://www.rundschau-online.de/koeln/rosenmontagszug-in-koeln-pferdeverleiher-scheuen-den-karneval-1-730674

Weitere Informationen: www.netzwerk-fuer-tiere-koeln.de

Petition: https://weact.campact.de/petitions/karneval-pferdefrei-gegen-tierqualerei-und-die-unberechenbare-gefahr-im-rosenmontagszug

Instagram: https://www.instagram.com/netzwerkfuertierekoeln/