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Miethai frisst Miethai: Jetzt erst recht – Vonovia und Co. enteignen!

Von DIE LINKE. NRW

Bis Ende August wollen die Wohnungsunternehmen Vonovia und Deutsche Wohnen zum größten Immobilienkonzern Europas fusionieren. Zu der geplanten Übernahme erklärt Amid Rabieh, wohnungspolitischer Sprecher von DIE LINKE NRW:
„Vonovia und die Deutsche Wohnen sind die größten Mietpreistreiber der Republik. Die Zeche für diese größte Fusion in der Geschichte der deutschen Immobilienwirtschaft sollen wohl wieder die Mieterinnen und Mieter sowie die Beschäftigten zahlen. Beide Konzerne haben sich in den vergangenen Jahren durch strategische Mieterhöhungen und überhöhte Nebenkostenabrechnungen eine goldene Nase verdient. Das ist keine ungewollte Nebenwirkung, sondern erklärtes Geschäftsmodell beider Unternehmen. Es ist Aufgabe der Politik, dem Einhalt zu gebieten.“

Amid Rabieh weist darauf hin, dass der in Bochum ansässige Vonovia-Konzern bereits zweimal die Finger nach den 150.000 Wohnungen der Deutsche Wohnen SE ausgestreckt hat. „Dass sich dieses Mal die Chefetagen beider Konzerne für dem Deal aussprechen, zeigt vor allem, wie groß der gesellschaftliche Druck auf sie inzwischen ist. Indem die Deutsche Wohnen nun unter die Fittiche des in NRW ansässigen Vonovia-Konzerns schlüpfen will, hofft das Unternehmen, die große Zustimmung zu dem Volksbegehren ‚Deutsche Wohnen & Co. enteignen‘ in Berlin zu schwächen. Zusammen mit den Mieterinnen- und Mieterinitiativen in unserem Bundesland werden wir alles dafür tun, dass dieser Plan nicht aufgeht. Die Geschäftspolitik von Vonovia hat in den NRW-Ballungsräumen die gleichen negativen Wirkungen wie es die Machenschaften der Deutsche Wohnen in Berlin haben. Die Kernprobleme liegen in der gigantischen Größe des Konzerns, der hohen Abschöpfung der Einkommen von Mieterinnen und Mietern für Gewinnausschüttungen, und in der rücksichtslosen Renditeoptimierung aller Teilbereiche. Deswegen werden wir nicht nur für einen bundesweiten Mietendeckel streiten, sondern auch dafür, dass die Wohnungsbestände der riesigen Wohnungskonzerne ins Eigentum gemeinnütziger öffentlicher Träger überführt werden – in NRW, Berlin und überall. Es wird Zeit auch hier in NRW die Eigentumsfrage zu stellen, denn Wohnen ist Menschenrecht.“