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Kein Terminal 3!

von ROBIN WOOD

FlughafengegnerInnen treffen sich im Aktionscamp gegen den Ausbau des Frankfurter Airports

Bunte Transparente in den Bäumen weisen den Weg: Seit gestern läuft das Sommer-Aktionscamp von ROBIN WOOD und Bürgerinitiativen gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens. Die UmweltschützerInnen haben in einem Waldstück bei Zeppelinheim am südöstlichen Rand des Flughafengeländes ihre Zelte aufgeschlagen, Banner zwischen Bäumen gespannt und ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt.

Gestern besuchten bereits rund 180 Menschen das Camp, etwa 20 übernachteten vor Ort. Die viertägige Versammlung richtet sich insbesondere gegen den Bau von Terminal 3 und die geplante Rodung im Treburer Oberwald für einen Autobahnzubringer zu dem neuen Abfertigungsgebäude. Das Camp wird bis Sonntag (22. Juni) dauern. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen vorbeizukommen.

Dutzende AusbaugegnerInnen packten gestern Vormittag bereits beim Aufbau des Sommer-Aktionscamps mit an. Eine provisorische Küche wurde eingerichtet und ein Veranstaltungszelt aufgebaut. In einem Workshop bauten TeilnehmerInnen hölzerne Baumplattformen, die sich für Baumbesetzungen nutzen lassen.

„Der Flughafen-Moloch frisst sich immer weiter in die Landschaft. Für den Autobahnzubringer zu Terminal 3 soll erneut Wald gerodet werden, der ursprünglich als Bannwald unter Schutz stand. Wir wollen mit diesem Camp zeigen, dass wir das nicht hinnehmen werden“, sagt Anne Mühlemeier von ROBIN WOOD Rhein-Main. In den vergangenen Jahrzehnten wurden für den Flughafen große Waldflächen kahlgeschlagen: 22 Quadratkilometer sind bereits für die Betriebsfläche des Flughafens planiert.

Terminal 3 ist das Herzstück des Gesamtausbauvorhabens Süd. Bei Vollausbau würde Terminal 3 die Abfertigung von 25 bis 35 Millionen Passagieren pro Jahr zusätzlich ermöglichen. Bis zu 75 Stellplätze für Flugzeuge kämen hinzu, außerdem Parkplätze für mehrere Tausend Autos sowie die eigene Autobahnzufahrt. Mit jedem Ausbauschritt schafft Fraport Überkapazitäten, die nur dazu dienen, weitere Ausbauvorhaben zu rechtfertigen. Das Aktionsbündnis fordert eine Abkehr von dieser fatalen Wachstumslogik.

„Wir fordern Rückbau statt Ausbau“, sagt Petra Schmidt von der Bürgerinitiative Mörfelden-Walldorf, die das Camp unterstützt. „Fraport sieht sich in Konkurrenz zu anderen großen Drehkreuzen wie Dubai. Mit einem Luxus-Shoppingcenter im neuen Terminal sollen Passagiere nach Frankfurt gelockt werden. Fraport will dort Kasse machen – egal welche Nachteile daraus für AnwohnerInnen und Umwelt erwachsen. “

Über das kommende Wochenende werden mehrere hundert Menschen erwartet, die das Camp besuchen, um sich gegen den weiteren Ausbau zu positionieren. „Uns geht es darum, gemeinsam neue Protestformen zu entwickeln, die Politik und Fraport nicht so einfach übergehen können“, erläutert Mühlemeier.

Auf dem Programm stehen heute und in den nächsten Tagen ROBIN WOOD-Schnupperklettern, Erkundungsgänge der Baustelle, eine Lernwerkstatt Wald, eine überregionale Vernetzungsrunde mit AktivistInnen, die gegen andere Großprojekte aktiv sind, musikalische Beiträge, eine Lesung und vieles mehr. Am Sonntag wird es einen gemeinsamen Spaziergang vom Camp zur Baustelle des Terminal 3 geben. Start ist um 12:00 Uhr.

Das Sommer-Aktionscamps wird unterstützt von: ROBIN WOOD Rhein-Main, Plane Stupid Rhein-Main, AKU Wiesbaden, Arbeitskreis Fluglärm & Umweltschutz Rhein-Main, BI Trebur, BI Rüsselsheim, BI Flörsheim/Hochheim, BI Mörfelden-Walldorf, BI gegen Fluglärm Raunheim

Nützliche Informationen:
Das komplette Programm sowie die Forderungen des Aktionsbündnisses:
bit.ly/1uWdvzp
Wegbeschreibung:
bit.ly/1pf49yx
Aktuelles zum Camp im ROBIN WOOD-Blog:
www.robinwood.de/blog