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ELF Piraten wollen Katastrophenschutz um „Twitter Alerts“ ergänzen

Von ELF Piraten FRaktion im Römer

Frankfurt am Main, 26. Juni 2014. – Seit Kurzem ist es auch für deutsche Kommunen möglich, die sogenannten „Twitter Alerts“ zu nutzen. Dieser Service war bislang Gemeinden in den USA, Japan und Südkorea vorbehalten. Mit Hilfe  des Dienstes können ausgewählte Meldungen als Push-Nachrichten, also  bevorzugt und aufmerksamkeitsstark, an einen ausgewählten Adressatenkreis gesendet werden. „Twitter Alerts sind ein modernes und vor allem auch barrierefreies Medium, mit dem andere Bevölkerungskreise als bisher erreicht werden können“, so Martin Kliehm, Fraktionsvorsitzender der ELF Piraten Fraktion im Römer.

„Alleine das Twitterkonto der @Stadt_Ffm verfolgen 23.000 Menschen, hinzu kommen die Konten der Feuerwehr und der Polizei. Anders als normale Tweets werden Warnmeldungen sofort gesendet und besonders hervorgehoben“, erläutert Kliehm weiter. „Twitter ersetzt nicht herkömmliche Warnungen über das Radio, per Lautsprecherdurchsagen oder mit dem SMS-Warnsystem, an dessen Entwicklung die Frankfurter Feuerwehr beteiligt ist. Es ist ein zusätzliches Angebot.“ Auch Menschen mit Behinderungen werden über den neuen Dienst angesprochen. Gehörlosenverbände fordern seit Jahren neben dem SMS-Notruf auch eine Benachrichtigung bei Chemie-Unfällen und anderen Katastrophen in ihrere Nähe. Das auf Postleitzahlen basierende SMS-System KATWARN erwies sich als zu ungenau. Twitter Alerts könnten eine Alternative darstellen. „Menschen mit Behinderungen dürfen gerade in Notfällen nicht vom Rettungssystem und Katastrophenschutz ausgeschlossen werden“, bekräftigt Kliehm.

Nach einem Jahr soll der Magistrat über die Erfahrungen und Erfolge mit dem System berichten.