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Ein Ausbau der A3 ist das falsche Signal: Linke fordert klare Priorisierung von Mobilitätsalternativen

Von DIE LINKE. Kreis Offenbach

“Auch im Rhein-Main Gebiet spielt der Verkehrsfluss im Hinblick auf die Wirtschaftskraft und den Wohlstand eine entscheidende Rolle. Das ist sicher unbestritten”, sagt Natascha Bingenheimer, Fraktionsvorsitzende DIE LINKE. Fraktion Kreis Offenbach.

“Der Bundesverkehrswegeplan 20130 hat nun das Verkehrsprojekt A3 - AK Offenbacher Kreuz in die Kategorie BE-E und damit als vorrangigen Bedarf im Sinne einer Engpassbeseitigung eingestuft.”

“Der Kreis Offenbach veröffentlichte darüber hinaus eine Stellungnahme zur Kreistagssitzung Ende September, in der er deutlich macht, dass in Bereichen der A3 weitere Optimierungswünsche bestehen, und zwar hinsichtlich der Anschlussstelle Obertshausen/Heusenstamm. Mit anderen Worten: Der Kreis Offenbach wünscht sich also sogar weitere Maßnahmen, die über die A3-Problematik hinausgehen oder mit dieser in Verbindung stehen. Inzwischen haben auch Landtagsabgeordnete signalisiert, dass ihnen die Einstufung insgesamt nicht reicht und der Ausbau schneller kommen soll.”

“DIE LINKE. Fraktion Kreis Offenbach lehnt dies klar ab und fordert die Umsetzung der allerorts propagierten Verkehrswende ein, die den Fokus auf alternative Fortbewegungsmöglichkeiten legt. Hier sind an erster Stelle der öffentliche Nahverkehr und die Radmobilität zu nennen”, erläutert Natascha Bingenheimer.

“Wir sind überzeugt: Der Kreis Offenbach setzt die Prioritäten nicht klar genug oder sogar falsch. Nicht die Automobilität und ihre weitere Förderung ist oberster Tagespunkt einer klugen Mobilitäts-Agenda, sondern der Ausbau der S-Bahn, der Regionalbahn oder der Radschnellwege. Ein immer wieder - und auch von den Linken - geforderter südlicher S-Bahnring von Frankfurt muss zum Beispiel sicher das nächste Großprojekt nach der Regionaltangente West werden.”

“Die gesamte ÖPNV-Verkehrsinfrastruktur südlich von Frankfurt krankt daran, dass es zwischen dem früher so genannten ‘West-‘ und ‘Ostkreis’ lediglich zwei zentrale Achsen nach Süden gibt, einmal von Frankfurt in Richtung Darmstadt, und dann von Frankfurt mainwärts nach Seligenstadt oder jene nach Rodgau. Bei den Querverbindungslinien von Westen nach Osten besteht dringender Handlungsbedarf, was die Debatten um die Dreieichbahn beweisen.”

“Der Bund und in diesem Fall auch der Kreis Offenbach haben immer noch nicht verstanden, dass die Menschen erst dann vom Auto auf die Bahn umsteigen, wenn die Angebote besser und kostengünstiger werden. Solange also der weitere Aus- und Neubau der Fernstraßen eine größere Aufmerksamkeit genießt als ÖPNV oder Radverkehr, werden die Autofahrer nicht umsteigen, sondern animiert, noch mehr mit dem PKW zu fahren.”