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A13 für alle - Aktionstag am 14. November

Von GEW Hessen

2. Aktionstag am 14. November 2016

„Für gerechte Bezahlung von Lehrkräften“

14. November, 16 Uhr
Zentrale Kundgebung
Vor dem Hessischen Landtag, Schlossplatz Wiesbaden 

Am 14. November ist es wieder soweit: Die Bezahlung der Grundschullehrkräfte endet an diesem Tag gemessen an der Bezahlung aller anderen Lehrämter in Hessen.

Deshalb fordert die GEW: A13 auch für alle Grundschullehrkräfte und ruft neben regionalen auch zu einer zentralen Kundgebung am Hessischen Landtag auf! 

Die GEW Hessen macht bereits zum zweiten Jahr auf die skandalöse Ungleichbehandlung von Grundschullehrkräften aufmerksam. Diese erhalten in Hessen trotz gleicher Ausbildungsdauer wie beispielweise Lehrkräfte an Haupt- und Realschulen eine ganze Gehaltsstufe weniger Gehalt. „Diese Ungleichbehandlung wirkt direkt auf die Berufswahl. Die Zahl der qualifizierten Bewerberinnen und Bewerber für das Lehramt an Grundschulen hat sich deutlich verringert. Hessische Grundschulen haben ein Problem, ausgebildete Lehrkräfte zu finden, obwohl Stellen vorhanden sind. Für die Grundschülerinnen und Grundschüler hat dies zunehmend negative Auswirkungen, Klassen werden nicht geteilt, die Gruppen vergrößert, `zusätzliche´Angebote gestrichen oder eben auch Kolleginnen und Kollegen ohne entsprechende Ausbildung mit Fristverträgen eingestellt“, sagt Karola Stötzel, stellvertetende Vorsitzende der GEW Hessen.

Es ist inzwischen wissenschaftlich erwiesen und gilt den verantwortlichen Politikerinnen und Politikern als stehende Redewendung, die Wichtigkeit der „frühen Bildung“ zu betonen. Doch gerade hier werden die Lehrkräfte Monat für Monat schlechter gestellt und arbeiten ab dem 13. November im Grunde durch ihre Unterbezahltung unentgeltlich. 

In einem Gutachten für die GEW kommen die Europa-Rechtswissenschaftlerinnen Prof. Dr. Eva Kocher, Dr. Stefanie Porsche und Dr. Johanna Wenckebach sowohl hinsichtlich der Ausbildung als auch hinsichtlich der tatsächlichen Tätigkeit von Grundschullehrkräften zu dem Ergebnis, dass es sich bei der Besoldung nach A12 um eine mittelbare Diskriminierung aufgrund des Geschlechts handelt. Dies ist nicht länger hinnehmbar.

„Die Frage der gleichen Bezahlung von Grundschullehrkräften für gleichwertige Arbeit ist daher von gleichstellungspolitischer Bedeutung. 91,2 Prozent der Beschäftigten an Grundschulen sind weiblich. Ihre Bezahlung mit allen anderen Lehrämtern in Hessen gleichzustellen, heißt, eine aus dem vergangen Jahrhundert stammende frauenfeindliche Benachteiligung zu überwinden“, erklärt Karola Stötzel. Sie fordert die verantwortlichen Politiker auf, ihren Sonntagsreden von der „Wichtigkeit der frühen Bildung“ Taten folgen zu lassen und die Anhebung der Besoldung auf A 13 endlich vorzunehmen.