Streik der Angestellten der Sana-Kliniken
Von DIE LINKE. Schleswig-Holstein
"Heute demonstrieren in Eutin die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sana-Kliniken Ostholstein, weil sie Angst davor haben, was nach dem Verkauf der Krankenhäuser Eutin, Oldenburg, Middelburg und Fehmarn an den Klinikkonzern AMEOS mit ihnen geschieht. Das Unternehmen aus der Schweiz ist berüchtigt dafür, möglichst schnell Gewinne aus dem Geschäft mit Gesundheit und Pflege abzuschöpfen - auf Kosten der Patienten und des Personals. AMEOS setzt auf massive Reduzierungen des "Kostenfaktor Arbeit", auf schlecht bezahlte Leiharbeit, auf tariflose Tochterfirmen, es sind Fälle von Anti-Gewerkschafts-Taktiken und betriebsratsfeindliches Verhalten bekannt.
In unserem Land sind rund 1200 Beschäftigte der Sana-Häuser betroffen. Und hunderttausende Patientinnen und Patienten, die unter den Nebenwirkungen der Privatisierung von Gesundheit und Pflege leiden.
Wenn sich die Landesregierung schon nicht zu einer Kommunalisierung der Kliniken durchringen kann, sollte AMEOS wenigstens die Grundforderungen von ver.di garantieren: einen Tarifvertrag auf Basis der bisherigen Löhne und Arbeitsbedingungen sowie perspektivische Regelung der Arbeitsplatzzahl.
Die Linke schließt sich diesen Forderungen an und steht an der Seite der Beschäftigten. Private Gesundheitsversorgung ist die falsche Medizin für Krankenhaus-Misere in Ostholstein. Für funktionierende und bedarfsgerechte Krankenhäuser und Gesundheitsinfrastruktur sowohl in der Stadt wie auf dem Land brauchen wir Sofort-Investitionen in Höhe von mindestens drei Milliarden Euro aus Landesgeldern.. Im Bund setzt sich Die Linke für eine bedarfsgerechte gesetzliche Personalbemessung ein und fordert eine Verankerung der Personalvorgaben im Landeskrankenhausplan Schleswig-Holstein."