SEEBRÜCKE: Die 47 von der SeaWatch in Hamburg aufnehmen
Von SEEBRÜCKE Hamburg
Offener Brief an Bürgermeister Tschentscher: Hamburg hat Platz - holen Sie die 47 von der Sea Watch 3 in unsere Stadt!
Kundgebung #OpenThePorts am Sonntag, 27.1., 14 Uhr, Landungsbrücken
In einem Offenen Brief an den Hamburger Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher hat die SEEBRÜCKE HAMBURG gefordert, dass die 47 Geretteten, die sich zurzeit auf der "Sea Watch 3" im Mittelmeer befinden, unverzüglich nach Hamburg geholt werden. Der Bürgermeister wird aufgefordert, sich hierfür beim Bundesinnenministerium und gegenüber den italienischen Behörden stark zu machen.
"Nur Resolutionen sind nicht genug, während das Sterben im Mittelmeer weitergeht und Rettungsschiffe wie die "Sea Watch 3" zu tage- und wochenlangen Irrfahrten gezwungen werden. Wir schlagen vor, dass Bürgermeister Tschentscher selbst nach Syracus auf Sizilien reist, um dort für die 47 Menschen von der Sea Watch 3 die freie Einreise und die unbehinderte Weiterfahrt nach Hamburg zu fordern. Es braucht jetzt nicht langwierige verhandlungen hinter den Kulissen, sondern starke Zeichen der Aufnahmebereitschaft und der Solidarität.", sagte Christoph Kleine von der SEEBRÜCKE HAMBURG.
Am Samstag und Sonntag werden in vielen Städten Aktionen der SEEBRÜCKE unter dem Motto #OpenThePorts stattfinden, um die unbehinderte Seenotrettung und sichere Fluchtwege zu fordern.
In Hamburg wird zu einer Kundgebung am Sonntag, 27. Januar um 14 Uhr an den Landungsbrücken aufgerufen. Es wird mit mehreren hundert Teilnehmenden gerechnet. Zu den Rednerinnen wird unter anderem Nicole Grimske gehören, die bis Anfang Januar als Bordärztin auf dem Rettungsschiff "Professor Albrecht Penck" mitgefahren ist und selbst erlebt hat, wie die Geretteten und die Besatzung zum Spielball der europäischen Politik gemacht wurden.