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Erster Erfolg der SEEBRÜCKE: Hamburg wird sicherer Hafen!

Von SEEBRÜCKE Hamburg

Jetzt müssen den Worten Taten folgen!

Für die heutige Bürgerschaftsitzung liegt ein Antrag von SPD und GRÜNEN vor, mit dem Hamburg zum Sicheren Hafen erklärt wird. Die Behinderung der Seenotrettung im Mittelmeer wird verurteilt, die Einhaltung des Völkerrechts gefordert und den zivilen Retter*innen Respekt ausgesprochen. Darüber hinaus wird der Senat aufgefordert, dem Bundesinnenministerium die Bereitschaft Hamburgs zur Aufnahme Geretteter mitzuteilen und das Ministerium aufzufordern, sich für eine "humanitäre Zwischenlösung" einzusetzen.

Die SEEBRÜCKE geht davon aus, dass dieser Antrag heute von der Bürgerschaft der Hansestadt Hamburg beschlossen wird.

"Das ist ein großer Erfolg für die 16.000 Menschen, die mit der Seebrücke auf die Straße gegangen sind. Endlich ist es auch in Hamburg gelungen, die Mauer aus Gleichgültigkeit und Kompetenzgerangel zu durchbrechen.", freut sich Christoph Kleine von der SEEBRÜCKE HAMBURG.

Gleichzeitig warnt die SEEBRÜCKE davor, sich auf einem Beschluss der Bürgerschaft auszuruhen:
"Jetzt müssen konkrete Taten folgen. Der Beschluss darf nicht in der Schublade verschwinden. Resolutionen retten keine Menschenleben, das tun nur Rettungsschiffe oder noch besser sichere Fluchtwege. Dafür muss sich Hamburg jetzt laut und klar einsetzen. Den sicheren Streit mit Horst Seehofer darf die Stadt dabei nicht scheuen.", erläutert Kleine.

"Tatsächlich spitzt sich die Lage auf dem Mittelmeer von Tag zu Tag zu. Italien hat durch politische Erpressung dafür gesorgt, dass der Aquarius die Flagge Panamas entzogen wird. Damit ist kein privates Rettungsschiff mehr im zentralen Mittelmeer im Einsatz. Die Menschen auf der Flucht ertrinken oder werden zurück nach Libyen gebracht, wo Bürgerkrieg herrscht und die Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Die marokkanische Küstenwache hat gestern sogar auf ein Flüchtlingsschiff geschossen und eine Frau getötet. Dieses von der europäischen Politik verursachte Verbrechen muss aufhören - jetzt!", fordert Kleine für die SEEBRÜCKE HAMBURG.

"Die Aktionen der SEEBRÜCKE werden weitergehen. Wir werden demonstrieren, bis es sichere Fluchtwege gibt und bis wir die Geretteten in Hamburg begrüßen können.", so Kleine abschließend.