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Fukushima nicht vergessen: Mahnwachen am 8. Jahrestag (11. März 2019): in Gronau und Lingen

Von BBU

Am 8. Jahrestag der Atomkatastrophe in Fukushima (Japan) finden auch in Gronau und Lingen wieder Gedenk- und Protestmahnwachen statt. Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau betont in einer Pressemitteilung, dass die Katastrophe in Japan und ihre anhaltenden Folgen nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Das innige Mitgefühl der Anti-Atomkraft-Initiativen gilt den betroffenen Menschen in und um Fukushima und in ganz Japan.

In Gronau wird am Montag (11. März) von 17.00 bis 18.00 Uhr mit einer Mahnwache in der Neustraße (Ecke Schulstraße /Höhe „Bruno Kleine“) an die Katastrophe in Fukushima erinnert. Gleichzeitig wird mit der Aktion besonders der Forderung nach sofortiger Stilllegung der Gronauer Urananreicherungsanlage (UAA) Nachdruck verliehen.

In Lingen findet ebenfalls am Montag von 18.00 Uhr bis 18.30 Uhr eine Mahnwache vor dem Alten Rathaus (Marktplatz) statt. Veranstalter ist der Elternverein Restrisiko Emsland. Diese Gedenkveranstaltung richtet sich besonders gegen das Atomkraftwerk Lingen 2 und gegen die in Lingen ansässige Brennelementefabrik. Dort hatte es im Dezember einen Brand gegeben. In der Folge wurde die Anlage 2 Monate stillgelegt.

Anti-Atomkraft-Initiativen und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) stehen mit Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies im Kontakt. Ziel ist die endgültige Stilllegung der Brennelementefabrik.

Am Samstag (9. März 2019) haben auch Anti-Atomkraft-Initiativen aus Gronau und aus Lingen an der großen Demonstration in Ahaus teilgenommen.

Dort erinnerten rund 1400 Menschen, unterstützt von etwa 80 Traktoren, an die Fukushima-Katastrophe. Sie demonstrierten zudem gegen jegliche Nutzung der Atomenergie und gegen weitere Castor-Atommülltransporte nach Ahaus.

In einer Rede bei der Abschlusskundgebung in Ahaus betonte Udo Buchholz (Arbeitskreis Umwelt Gronau und Vorstandsmitglied des BBU):

„Alle Atomkraftwerke müssen zum Schutz der Bevölkerung sofort stillgelegt werden! Doch mit der Stilllegung der AKW ist der bundesweite Atomausstieg noch nicht am Ziel. Nördlich von Ahaus sind die Uranfabriken in Gronau und Lingen, die nuklearen Brennstoff für Atomkraftwerke in aller Welt produzieren. Und für beide Anlagen gibt es bisher keinerlei Laufzeitbegrenzung. Trotz beschlossenem Atomausstieg soll weiterhin in Gronau Uran angereichert werden und sollen in der Brennelementefabrik in Lingen Brennstäbe, u. a. für die belgischen AKW, hergestellt werden. Das ist unverantwortlich und muss unterbunden werden.“