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Frösche im Winter in freier Landschaft zu sehen? Die IGA Berlin 2017 macht's möglich!

Von Angelika Paul

Von der Internationalen Gartenausstellung, IGA Berlin 2017, die am Gründonnerstag, dem 13. April, ihre Tore öffnet und wo für das arme Berlin über 100 Millionen Euro an Investitionen für circa 2 Millionen erwartete Gäste keine Rolle spielen, hören wir nur Großartiges: Seilbahn, Wuhlesteg, Wolkenhain, Erweiterung der Gärten der Welt... Die Verantwortlichen haben es auch geschafft, dass das Wuhletal im letzten Jahr zum zweiten Mal trockenfiel.

Unzählige Vögel und Vogelarten wurden durch die Bauarbeiten bereits vergrämt, u.a. der seltene Pirol und der Wachtelkönig. Viele Tiere wie Schwäne, Rehe und Igel kamen zu Tode. Tausende Bäume wurden für dieses Event am Kienberg in Marzahn-Hellersdorf gerodet. 800 wurden neu gepflanzt, vor allem viele Birken und Pappeln, die im Frühjahr den Heuschnupfen von Pollen-Allergikern stimulieren werden.

Nun erreichen mich gruselige Fotos von Fröschen, die im Wasser eines Grabens treiben oder an dessen Uferrand gespült wurden, der aus den Gärten der Welt kommt. Sie sind seltsam rosa verfärbt wie bei uns rohe Haut und aufgedunsen. An dieser Stelle werden nach Beobachtungen von Anwohnern Verunreinigungen in die Wuhle eingetragen. Dabei steht Berlin in der Pflicht, die Wasserqualität seiner Gewässer zu verbessern.

Eigentlich befinden sich Frösche zu dieser Jahreszeit in der Winterstarre, wo sie über die Haut atmen und – wie der Igel - keine Nahrung zu sich nehmen. Dazu verstecken sie sich z.B. im frostfreien Schlamm am Teichgrund oder in frostfreien Hohlräumen zwischen Steinen und in feuchten Erdlöchern.

Die Berliner Naturschutzverbände scheinen wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren und rühren sich nicht. Vermutlich ist die Haut der fünf gefundenen Tiere verätzt.